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Aktuelles aus Hünfeld

Gegen Fernstromtrasse

Hünfeld. Die Offenlegung des Netzentwicklungsplans Strom für die Jahre 2019 bis 2030 sieht eine Vergrößerung oder Verstärkung der vorhandenen Fernstromtrasse vor, die von Stendorf über Kirchhasel, Großenbach, Molzbach und Mackenzell auch das Hünfelder Stadtgebiet betrifft. Wie Bürgermeister Stefan Schwenk dazu mitteilt, hat sich der Magistrat immer Rahmen der Offenlegung für eine Erdverkabelung dieser Wechselstromleitung ausgesprochen.

Im Gegensatz zur SuedLink-Trasse, bei der die Vorzugstrasse mittlerweile über Thü-ringer Gebiet führt und das Hünfelder Land im Haune- und Nüsttal nach wie vor als optionale Ausweichtrasse in Betracht zieht, sieht der Netzentwicklungsplan für die be-stehende 110 KV-Wechselstromleitung zwischen Mecklar und Dipperz eine Aufrüs-tung zur 380 KV-Drehstrom-Hochspannungsleitung vor. Gemäß der bisherigen Pla-nung ist eine Freileitung vorgesehen, wobei der Plan offenlässt, ob auf der vorhande-nen Trasse eine zweite Mastreihe neben die bestehende Trasse gestellt oder die vor-handenen Masten von bislang rund 35 auf 70 m aufgerüstet werden. Beides hätte er-hebliche Folgen für Mensch und Natur, schreibt der Magistrat in seiner Stellungnahme zur Offenlegung. Hier seien dieselben Argumente anzuführen, die die Planer bei der SuedLink-Trasse dazu bewogen hätten, von der Variante Hünfeld über den Weinberg Abstand zu nehmen. TenneT hatte seinerzeit diese Trassenvariante über Kirchhasel, Großenbach, Molzbach und Mackenzell aufgrund der erheblichen Raumwiderstände zu den Akten gelegt. Besonders in der Gemarkung Molzbach gibt es ein FFH-Gebiet, ein Vogelschutzgebiet, ein Wasserschutzgebiet und ein Vorranggebiet „Militär“, weil der Weinberg nach wie vor als Übungsgelände von der Bundespolizei genutzt wird. Diese Argumente treffen auch auf die Planung für die Aufrüstung der vorhandenen 110 KV-Leitung zu einer 380 KV-Leitung zu. Deshalb widerspricht der Magistrat der Absicht der Planer und hat im Rahmen der Offenlegung die Untersuchung und detail-liert aufgeschlüsselte Raumwiderstandsanalyse in das Verfahren eingebracht, teilt Bürgermeister Stefan Schwenk abschließend mit.

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