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Aktuelles aus Hünfeld

Alternativen zur chemischen Keule

Hünfeld. Die Sorge eines jeden Gartenbesitzers treibt auch den städtischen Bauhof bei der Pflege von Pflasterflächen und Grünanlagen im öffentlichen Raum um: Wie kann unerwünschter Bewuchs in Pflasterflächen wirksam und Umwelt schonend beseitigt werden?

Früher half dabei die „chemische Keule“, bis vor einigen Jahren war sogar der Einsatz von glyphosathaltigen Unkrautbekämpfungsmitteln häufig Standard. In der Stadt Hünfeld wird bereits seit einigen Jahren gänzlich auf Glyphosat auf städtischen Grün- und Pflasterflächen verzichtet und es werden verschiedene Alternativen erprobt. Im vergangenen Jahr hatte das Thema nach Angaben des städtischen Bauhofs weniger Bedeutung, da selbst das Unkraut angesichts der dramatischen Trockenheit kaum wuchs.

In diesem Jahr hat es allerdings gelegentlich doch geregnet, was dazu beitrug, dass an Pflasterflächen wie Am Anger oder dem Robert-Schumann-Platz der Bewuchs sprießte. Deshalb hat die Stadt Aufträge an Fachunternehmen vergeben, die mit un-terschiedlichen Methoden gegen den Bewuchs ankämpft. Während eine Firma dem Bewuchs manuell und mechanisch zu Leibe rückt, wurde auch ein Fachunternehmen beauftragt, das Heißwasser und einen speziell nicht die Umwelt belastenden Schaum einsetzt. Dabei wird die Fläche mit 90 bis 110 Grad heißem Wasser bearbeitet und ein Schaum aus natürlicher Maisstärke besprüht, damit das heiße Wasser nicht nach oben entweicht. Dadurch wird die Effizienz des Verfahrens erhöht.

Durch den Eintrag von Heißwasser werden die Pflanzen bis in das Wurzelwerk abge-tötet und sprießen nicht gleich wieder hervor. Allerdings, und das zeigen die Erfahrun-gen aus dem Einsatz verschiedener Verfahren, die chemische Bekämpfung war na-türlich einfacher, effizienter und nachhaltig wirkungsvoller – allerdings auf Kosten der Umwelt. Deshalb, so Erster Stadtrat Stefan Schubert, seien Kompromisse erforderlich zwischen den Zielen, die Umwelt möglichst zu schonen und andererseits für ein ge-pflegtes Erscheinungsbild auf den städtischen Pflasterflächen zu sorgen. Dafür bittet er die Bürgerschaft um Verständnis. In den vergangenen Jahren war auch eine ma-schinelle Unkrautbürste mit Stahlbürsten eingesetzt worden. Diese Technik hatte sich aber vor allem auf Pflaster mit empfindlicheren Oberflächen nicht bewährt.

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