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Aktuelles aus Hünfeld

Kinderbetreuung als große Herausforderung

Hünfeld. Der Neubau von Kindergärten, die neue Stadtbibliothek, der Umbau des Rathauses und des neuen Bürgerbüros, die Umgestaltung der Innenstadt – bei der Bürgerversammlung der Stadt Hünfeld haben die Zuhörer in der Stadthalle Kolpinghaus einen informativen Abend verbracht. Bürgermeister Stefan Schwenk erläuterte wichtige Projekte und ging auf Fragen ein.

Einen hohen Stellenwert haben Kindergartenplätze in der Stadt Hünfeld. Wegen des steigenden Bedarfs erläuterte Schwenk die Planungen für den Neubau des Kindergartens Nord-/Ostend an der Berliner Straße. Dort entstehen 75 Kindergartenplätze und 12 U3-Plätze. Die Kosten belaufen sich auf 3,2 Millionen Euro. „Ziel ist es, dass der Kindergarten zum 1. Januar 2022 in Dienst geht“, erklärte Schwenk. Er ging zudem auf die Frage aus dem Publikum nach der Parksituation in der Berliner Straße ein. Die Verkehrssituation solle auf jeden Fall beruhigt werden. „Insgesamt wird es mehr Stellplätze als bisher geben“, sagte der Bürgermeister.

Auch beim Kindergarten St. Jakobus fiel die Entscheidung für einen Neubau, der zum 1. Januar 2023 in Betrieb gehen soll. Eine Studie hatte ergeben, dass der Unterschied zwischen einem Neubau und einer Sanierung bei nur 200.000 Euro liegt. Oberhalb des neuen Friedhofs gibt es ein freies Grundstück. Der neue Standort sei ideal, aufgrund der Nähe zu den Neubaugebieten und des großen Parkplatzes, der bestehen bleibt, betonte Schwenk.

Auch eine Sanierung des Ulrich-Kindergartens stehe in den nächsten Jahren an. „Für die Kinderbetreuung werden wir in den kommenden Jahren acht bis zehn Millionen Euro in die Hand nehmen müssen“, sagte Schwenk.

Weiterhin im Fokus stand die Eröffnung der Stadtbibliothek. „Sie ist ein Highlight in unserer Stadt geworden“, hob Schwenk hervor. Das Parkhaus habe leider saniert werden müssen, und die Stadtwerke benötigen mehr Platz. So entstand die Idee, statt eines Dachs ein weiteres Geschoss auf das Parkhaus zu bauen, in dem die Stadtbibliothek und eine Arztpraxis untergekommen sind. Die neue Stadtbibliothek bietet mehr Möglichkeiten, ein erweitertes Angebot und erweiterte Öffnungszeiten.

Zudem stellte der Bürgermeister einen Auszug aus den 24 Infrastrukturmaßnahmen für das kommende Jahr vor. Beispielsweise müsse beim Thema Hochwasserschutz einiges an Geldern in die Hand genommen werden. Außerdem nannte er den Endausbau in den Baugebieten Am Tiergarten und Südlich Molzbacher Straße in Hünfeld sowie im Sperberweg in Michelsrombach und den Ausbau der Nüster Straße in Mackenzell.

Hinsichtlich der Neugestaltung der Innenstadt erklärte Schwenk, dass als erste die Rathausstraße ausgebaut werden müsse. Das wurde als Anlass genommen, sich über eine Neugestaltung der Innenstadt Gedanken zu machen. Ein Planungsbüro befasst sich derzeit der Entwicklung eines Konzepts – in enger Abstimmung mit den Bürgern. „Wir möchten kein Sammelsurium an Belägen, die Aufenthaltsqualität soll weiter verbessert werden“, fasste Schwenk wichtige Punkte zusammen.

Auch über den Stand der Arbeiten am Rathaus und im Gebäude in der Mittelstraße 9 berichtete Schwenk. In der Mittelstraße 9 seien alle Gewerke vergeben, der Umzug steht nach der Europawahl an, die am 26. Mai 2019, stattfindet. Das Rathaus sei fast gänzlich entkernt, einige Wände und Decken seien einsturzgefährdet. „Es gibt einiges mehr zu tun, als wir dachten. Wir hoffen, im März/April 2020 einziehen zu können“, sagte das Stadtoberhaupt.

Fragen von den Bürgern kamen zu den Themen Insektensterben, zum Verbot von Glyphosat, zu Blühstreifen und dem Verkehr in der Klingelstraße. Zu Beginn begrüßte Stadtverordnetenvorsteher Berthold Quell die Gäste in der gut besuchten Stadthalle. Mit dabei waren auch Erster Stadtrat Stefan Schubert sowie die Fachbereichsleiter Thomas Henkel und Uwe Jahn.

 

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