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Aktuelles aus Hünfeld

Kenia-Vortrag zur Frauenwoche

Hünfeld. Man muss es mit eigenen Augen gesehen und erlebt haben, ist sich Gabriele Storch sicher, die 17 Tage lang in Kenia mit dem Verein „Lebkom“ aus Fulda unterwegs war. Sie stellte in einem Lichtbildervortrag in der neuen Stadtbibliothek in Hünfeld ihre Eindrücke im Rahmen der Frauenwoche vor. Der Verein setzt sich gemeinsam mit dem Fuldaer Mosocho-Projekt in Kenia dafür ein, Mädchen vor der Genitalverstümmelung zu bewahren.

Das ist keineswegs nur ein Problem in muslimischen Gesellschaften Afrikas, sondern tief verwurzelt in archaischen Traditionen. Sehr anschaulich berichtete Gabriele Storch von der Herzlichkeit der Menschen, die trotz bitterster Armut den Gästen freundlich und herzlich begegneten. Mädchen werde aber durch die Beschneidung unermessliches Leid zugefügt.

Neben den gesundheitlichen Folgen dieses Eingriffs, der oft unter unsäglichen hygienischen und medizinischen Bedingungen durchgeführt werde, würden Frauen für ihr Leben verstümmelt und gezeichnet. Durch das Projekt der Fuldaer Hilfsorganisation wurde zumindest in den Dörfern, die von Gabriele Storch besucht wurden, die Zahl der Genitalbeschneidungen bei Mädchen drastisch reduziert.

Die Hilfsorganisation Lebkom engagiert sich gegen diese Menschenrechtsverletzung durch die Ausbildung lokaler Fachkräfte in Kenia. Dazu werden beispielsweise Seminare angeboten und lokale Berater in ihrer Praxisarbeit begleitet. Die Arbeit der Hilfsorganisation zielt darauf ab, Eltern dafür zu gewinnen, Töchter und Söhne gleichberechtigt aufwachsen zu lassen und dabei zu vermitteln, dass der Wert eines Menschen nicht vom Geschlecht abhängt.

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