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Aktuelles aus Hünfeld

Verdiente Pädagogen und engagierte Persönlichkeiten

Hünfeld. Alois Kalb und Peter Paulheim waren nicht nur engagierte Pädagogen an der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld, sie haben auch zahlreiche Ehrenämter ausgefüllt. Jetzt hat ihnen Schulleiterin Susanne Diegelmann die Urkunden zur Versetzung in den Ruhestand überreicht.

Sie würdigte dabei das außerordentliche Engagement beider Lehrer, die an der Schule insbesondere im Religionsunterricht eingesetzt wurden. Alois Kalb übernahm darüber hinaus ehrenamtlich die Schulseelsorge, bis er in dieser Aufgabe von Peter Paulheim als Lehrer für katholische Religion abgelöst wurde.

Beiden gemeinsam ist, dass sie neben ihrem aktiven Dienst in der Schule auch zahlreiche Ehrenämter ausgefüllt haben und weiter ausfüllen wollen. Peter Paulheim will als Stadtführer in Fulda verstärkt tätig sein, Alois Kalb will sein Amt als Biosphärenreservatsbeauftragter des Magistrates weiterführen und sich noch intensiver als bisher der Erforschung der Heimatgeschichte widmen. Daneben wird er weiter als Pädagoge bei der Ausbildung von Altenpflegern zu ethischen Fragen tätig bleiben.
Beiden gemeinsam ist auch, dass ihr Weg sie über die katholischen Jugendverbände geführt hat. Während für Alois Kalb sehr früh klar war, dass er Lehrer werden wollte, musste sich Peter Paulheim auf Geheiß des damaligen Bischofs Johannes Dyba sehr kurzfristig für dieses Amt entscheiden, obwohl er zunächst einen anderen beruflichen Weg im Kirchendienst angestrebt hatte.
Alois Kalb berichtete, dass ihn sein ehemaliger Dorfschullehrer Vorbild gewesen sei, der über seine Tätigkeit als Pädagoge hinaus für das gesamte Dorf in den unterschiedlichsten Aufgaben gewirkt habe. Nach diesem Vorbild hat er sich auch für zahlreiche Ehrenämter in die Pflicht nehmen lassen, sei es als langjähriger Ortsvorsteher von Kirchhasel, als Stadtverordneter, als Magistratsmitglied, als Gründungsvorsitzender des Trägervereins des Natur- und Waldkindergartens Kirchhasel, als Autor zahlreicher heimatkundlicher Bücher und Schriften oder auch bei der Gestaltung des Gedenksteins für das Gefecht am Quecksmoor, das eine besondere Rolle während des deutsch-deutschen Krieges 1866 bei Kirchhasel einnahm.
Bürgermeister Stefan Schwenk würdigte Alois Kalb als eine engagierte Persönlichkeit, die sich um Kirchhasel und Hünfeld in besonderer Weise verdient gemacht habe. Es entspreche seiner Grundüberzeugung als Christ, die Schöpfung zu wahren und vor diesem Hintergrund auch das Handeln der Menschen zu begleiteten. Deshalb sei er sehr dankbar, dass Alois Kalb sich weiterhin als Biosphärenreservatsbeauftragter zur Verfügung stellen wolle, nachdem er das besonders zeitintensive Amt des Stadtrates aufgegeben hatte. Ein Wesenskern des ehrenamtlichen Engagements von Kalb sei es immer gewesen, sich nicht nur auf das politische Mandat und die Erforschung der Heimatgeschichte zu beschränken, sondern immer dabei auch den praktischen Nutzen für seine Mitbürger im Auge zu behalten. Ein Beispiel dafür sei die aufwendige Arbeit am Totenbuch für Kirchhasel, das sicher viel Mühe und Zeit gekostet habe. Er habe Verantwortung in der Familie, der Kirche und der Gesellschaft nicht nur gelebt, sondern in besonderer Weise vorgelebt, betonte der Bürgermeister.

Andreas Greif vom bischöflichen Generalvikariat sprach bei der Würdigung beider Pädagogen von der besonderen Herausforderung, Religionsunterricht an einer Berufsschule zu erteilen. Beiden sei das Credo gemeinsam gewesen, „Wort gleich Tat“. Die besten Wünsche zur Pensionierung sprachen auch die Personalrätin Sigrid Schenak und Michael Frank von der Fachschaft Sport und Erlebnispädagogik aus. Für die Schülervertretung bedankten sich Adrian Krieger und Isabel Eikhoff. Sie würdigten auch Paulheims Arbeit als Vertrauenslehrer und damit Bindeglied zur Schülervertretung.

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