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Aktuelles aus Hünfeld

Workshop zur Gestaltung der Innenstadt

Hünfeld. Zufrieden und begeistert war Bürgermeister Stefan Schwenk vom öffentli-chen Workshop zur Gestaltung der Hünfelder Innenstadt in der Stadthalle Kolpingha-us. Rund 60 Bürger, Geschäftsinhaber und Stadtverordnete folgten der Einladung der Stadt und der beauftragten Planungsbüros. Sie diskutierten eifrig, präsentierten ihre Ergebnisse und gaben Anregungen für den weiteren Planungsprozess.

Wie können die Straßenräume der Innenstadt zu einer Einheit werden? Bis Mitte die-ses Jahres soll eine neue Richtungsentscheidung zur Straßenraumgestaltung für die Innenstadt getroffen werden. Auslöser war der Neubau der Rathausstraße zwischen Rathaus und künftigem Bürgerbüro. „Wenn diese Straße wieder hergestellt wird, ist dies auch wegweisend für die anderen Straßen in der Innenstadt, in denen in den kommenden 10 bis 15 Jahren ebenfalls umfangreiche Sanierungsarbeiten anstehen werden“, erklärte Schwenk.

Andreas Schmitz von IKS Mobilitätsplanung aus Kassel betonte: „Es ist wichtig, die unterschiedlichen Interessen abzufragen, die an den öffentlichen Raum gestellt wer-den, um diese in den Planungsprozess zu integrieren.“ Zu Beginn des Workshops stellte er die Frage: Wenn Sie eine Priorisierung vornehmen müssten, was wäre Ihnen wichtiger: Aufenthaltsqualität oder Parkplätze? Das Ergebnis: 73 Prozent der Teilnehmer plädierten für Aufenthaltsqualität, 27 Prozent für Parkplätze. Schmitz stell-te zudem die Ergebnisse der Fragenbogenaktion von Kunden, Geschäftsinhabern und Bewohnern der Innenstadt vor. Die wichtigsten Aussagen: fehlende Barrierefreiheit durch Kopfsteinpflaster und der Wunsch nach mehr Grün, mehr Bänken, einer besseren Aufenthaltsqualität in der Innenstadt.

Eine Bestandserhebung und erste Planungsüberlegungen skizzierte Martin Blank vom Planungsbüro Schöne Aussichten Landschaftsarchitektur aus Kassel. Blank hob hervor: „Es ist recht bunt mit verschiedenen Oberflächen in der Innenstadt.“ Ziel müs-se es sein, die Straßenräume in der Innenstadt einheitlicher zu gestalten. Blank stellte die aktuellen Defizite dar, aber auch die Potenziale der „Stadt der kurzen Wege“.

Anschließend wurde in Arbeitsgruppen eifrig diskutiert. Dabei gingen die Teilnehmer unter anderem den Fragen nach: Wo sehen Sie Potenziale zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität? Wie beurteilen Sie die Parkplatzsituation unter Berücksichtigung der nahegelegenen Parkhäuser? Wo könnten Parkplätze entfallen, um die Aufent-haltsqualität zu erhöhen? Die meisten waren sich einig, dass die Parkplatzsituation mit den beiden Parkhäusern optimal sei. Im Sommer könnten einige Parkplätze in der Innenstadt wegfallen und durch Außengastronomie ersetzt werden. Andere Gruppen waren der Ansicht, dass keine Parkplätze entfallen könnten. Ein weiterer Anstoß war, die gesamte Innenstadt als autofreie Zone auszuschreiben. Einige Punkte, die den Diskutanten fehlten, waren weitere Tagesgastronomie-Angebote, Barrierefreiheit, Ruhebänke, Spielgeräte für Kinder, Mülleimer, bessere Beschilderungen für Touristen und Ladestationen für E-Bikes.

Andreas Schmitz freute sich über die vielen Anregungen. „Der Prozess soll auch wei-terhin sehr transparent bleiben“, betonte er. Erste Ergebnisse seien für April erwartet, die dann auf der Bürgerversammlung vorgestellt werden sollen.

Bürgermeister Schwenk dankte den zahlreichen Teilnehmern für die Mitarbeit und bat darum, die Stadt und die Planer weiter mit Ideen zu füttern. „Es geht um unsere Stadt“, unterstrich Schwenk. Weitere Anregungen zur Innenstadtgestaltung können per E-Mail an Uwe Jahn von der Stadtverwaltung, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, gesendet werden.

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