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Aktuelles aus Hünfeld

Risikoabbschätzung für Diabetes

Hünfeld. Diabetes ist längst zu einer Volkskrankheit mit rund zwei Millionen Betroffenen geworden. Rechtzeitige Prävention, Veränderungen im Lebensstil und vor allem das Erkennen von Symptomen und Risiken sind wichtig, um eine Erkrankung zu verhindern oder deren Verlauf besser im Griff zu behalten. Mitunter dauert es zehn bis 20 Jahres, bevor die Krankheit diagnostiziert wird.

Genau an diesem Punkt setzt der Lions Club im Distrikt 111 Mitte-Nord an, der einen Großteil Hessens umfasst. Der Hünfelder Apotheker Martin Ebert wurde für diesen Distrikt zum Diabetes-Beauftragten ernannt und hat in drei Arztpraxen des Distrikts und in allen Hünfelder Apotheken ein Pilotprojekt gestartet, das Menschen helfen soll, ihr persönliches Krankheitsrisiko mit einem Selbsttest zu erkennen und gegebenenfalls zum Hausarzt zu gehen. Der Lions Club ist eine weltweite Vereinigung, die sich gesellschaftlichen Problemen auf unterschiedlichen Ebenen widmet. Mit der Diabetes-Prävention und Risiko-Analyse will er zu diesem Thema einen neuen Akzent setzen. Dazu werden in den Apotheken Fragebögen bereitgehalten, mit denen Menschen ihr persönliches Risiko, an Diabetes zu erkranken, besser einschätzen können. Erreichen sie bei den Fragen eine bestimmte Punktzahl, ist das Risiko deutlich erhöht und es empfiehlt sich dringend ein Gang zum Hausarzt. Daneben will der Lions Club aber auch in der Prävention tätig werden. Vor allem gesunde und ausreichende Bewegung minimiert das Krankheitsrisiko. Deshalb sollen im Frühjahr offene Treffen am Bewegungsparcours im Bürgerpark angeboten werden. Außerdem plant Ebert Treffen zum gemeinschaftlichen Nordic-Walking. Abgerundet werden soll das Projekt durch Vortragsangebote, bei denen sich die Bevölkerung über das Krankheitsrisiko, den Verlauf und mögliche Therapien informieren können. Sollte das Pilotprojekt gut angenommen werden, will Ebert die Fragebogenaktion auch auf andere Einrichtungen wie Arztpraxen und Gesundheitsdienstleister in der Region ausdehnen.

Die Fragebögen bleiben anonym bei den Betroffenen und werden nicht durch den Lions Club ausgewertet. Sie sollen allein der persönlichen Risikoabschätzung dienen.

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