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Aktuelles aus Hünfeld

Rückbau im Inneren

Hünfeld. Mit dem ersten Bauabschnitt der Abbruch- und Rückbauarbeiten im Hünfel-der Rathaus wird in dieser Woche begonnen. Nach Mitteilung von Bürgermeister Ste-fan Schwenk soll dazu ein Kran und ein Gerüstturm aufgestellt werden. Außerdem erhält die gesamte Baustelle bis zur vorderen Gebäudekante des Rathauses einen neuen einheitlichen Bauzaun als Sichtschutz.

Der erste Bauabschnitt der Rückbau- und Abbrucharbeiten betrifft insbesondere die Entfernung der Fußböden, Decken und Wandanschlüsse. Um den Bauschutt sortieren und abtransportieren zu können, wird im rückwärtigen Teil des Rathauses das Dach geöffnet. Durch die Öffnung wird das Material mit dem Kran herausgehoben.

In den zurückliegenden Wochen wurde die Zeit unter anderem dazu genutzt, die his-torischen Türen zu demontieren. Diese sollen durch ein Schreinerunternehmen auf-gearbeitet werden, damit sie auch Brandschutzanforderungen im Bereich der Rauch-dichtigkeit genügen können.

Auch Teile der Haustechnik wie die Klima- und Heizungsinstallationen wurden de-montiert. Die Stadtwerke Hünfeld wollen den Umbau nutzen, in dem Gebäude eine Transformatorenstation zu erneuern, die für die Stromversorgung der Innenstadt be-nötigt wird.

Mittlerweile laufen die Ausschreibungen für die Brandschutztechnik, die Fassadensa-nierung und die Sanierung der historischen Treppenaufgänge zu den Rathausarkaden. Bei Untersuchungen der Gebäudesubstanz war festgestellt worden, dass viele Sandsteingesimse durch Witterungs- und Umwelteinflüsse erheblichen Schaden ge-nommen haben. Außerdem müssen Teile der Fassade neu verfugt und abgedichtet werden, um weitere Gebäudeschäden zu vermeiden. Bei der Treppe ergaben die Untersuchungen, dass einige Sandsteintreppenstufen komplett ausgetauscht werden müssen, weil die Steine großflächige, horizontale Risse aufweisen, die besonders bei Feuchtigkeit und Frost zu weiteren Schäden führen können.

Auch die Abdichtung des Gebäudes im Erdreich an der Nord- und Ostfassade wird erheblichen Aufwand erfordern. Bereits bei den Arbeiten an der Süd- und Westfassa-de musste festgestellt werden, dass das Mauerwerk ohne jegliche Abdichtung im Erd-reich stand und dadurch erhebliche Feuchteschäden vor allem im Kellergeschoss entstanden sind. Das Kellermauerwerk wurde freigelegt. Zeitintensiv waren vor allem die notwendigen Trocknungszeiten, bis eine neue Abdichtung aufgebracht und die Baugrube wieder verfüllt werden konnte. Allein das hat rund acht Wochen Bauzeit beansprucht. Dasselbe steht auch an der Nord- und Westfassade bevor, teilt Thomas Henkel mit, der die Bauarbeiten am Rathaus für die Stadtverwaltung koordiniert. Im Rahmen der Trockenlegung der Südfassade waren auch die Hausanschlüsse und Versorgungsleitungen des Rathauses komplett erneuert worden.

Nachdem diese vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen sind und die Baugrube rück-verfestigt wurde, ist nun die Aufstellung des Krans möglich. Die denkmalpflegerisch und technisch aufwendigen Baumaßnahmen werden voraussichtlich noch das ge-samte Jahr 2019 in Anspruch nehmen. Der Umzug in das Rathaus ist nach heutigem Stand im Frühjahr 2020 anvisiert.

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