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Aktuelles aus Hünfeld

Wenn der Computer das Auto lenkt

Hünfeld. Das Thema „Autonomes Fahren“ ist in aller Munde. Für die „Hünfelder Gespräche über Informatik“ ist es gelungen, zwei herausragende Referenten für eine öffentliche Vortragsveranstaltung am Donnerstag, 6. Dezember, ab 18 Uhr in der Stadthalle Kolpinghaus zu gewinnen.

Prof. Dr. Dr. habil. Raúl Rojas von der Freien Universität Berlin und Alfred Eckert von der Continental Teves AG & Co. oHG aus Frankfurt werden über neueste Ent-wicklungen zum autonomen Fahren informieren. Professor Rojas ist einer der Pio-niere und führenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet und forscht bereits seit 2006 an autonom fahrenden Autos. 2011 präsentierte er das erste selbständig auf Berlins Straßen fahrende Fahrzeug. Alfred Eckert ist Leiter Advanced Technology bei der Continental Teves AG & Co. oHG in Frankfurt, einem der weltweit führenden System- und Komponentenlieferanten und Automobilzulieferer.

Mit den „Hünfelder Gesprächen über Informatik“ hat die Konrad-Zuse-Gesellschaft mit Unterstützung der Konrad-Zuse-Stadt Hünfeld, der Gesellschaft für Informatik und der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) eine Vortragsreihe ins Leben gerufen, um die faszinierende Entwicklung in der Informatik und deren Anwendungsfelder der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Konrad-Zuse-Stadt wurde als Veranstaltungsort gewählt, da sich die Stadt um das Andenken ihres Ehrenbürgers bemüht, dessen Forschungen und Entwicklungen am Anfang dieser technischen Revolution standen, die heute beinahe alle Lebensbereiche umfasst.

Mit dem „autonomen Fahren“ greifen die „Hünfelder Gespräche über Informatik“ ein aktuelles und in den Medien heiß diskutiertes Thema auf. Die Vorstellung von autonom fahrenden und selbständig entscheidenden Autos scheidet die Geister – für die einen ist es Teufelswerk, das den Menschen entmündigt, für die anderen ein Zugewinn an Sicherheit im Straßenverkehr.

Damit autonomes Fahren möglich wird, ist eine Vielzahl von informationstechni-schen Systemen erforderlich. Sensoren erfassen die Umwelt, komplexe Algorith-men berechnen aus der großen Menge der gesammelten Informationen, welche Aktionen in der aktuellen Verkehrssituation nötig sind und setzen dies in Brems-, Beschleunigungs- oder Lenkvorgänge um. Die Herausforderung für die Wissen-schaft ist, in jeder Situation und an jedem Ort ein sicheres und unfallfreies Fahren zu gewährleisten.

Deshalb ist die Konrad-Zuse-Gesellschaft nach den Worten ihres Vorsitzenden Prof. Wolfgang Karl von der Technischen Universität Karlsruhe froh, zwei heraus-ragende Wissenschaftler gewinnen zu können, die das Thema aus dem Blickwinkel der Forschung betrachten und das Spannungsfeld aus Sicht der Industrie aufzeigen. Die Zuhörer erhalten einen Einblick in den Stand der Forschung und einen Ausblick auf die Zukunft der Mobilität.

Die Vorträge der beiden Wissenschaftler sind öffentlich und eintrittsfrei. Allerdings benötigen Gäste eine Einlasskarte, die unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon (06652) 180-102 bestellt werden kann.

 

Zu unserem Bild: Autonomes Fahren wird die die nahe Zukunft der Mobilität prägen.
Foto:obs/car2go Group GmbH/Daimler AGter

 

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