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Aktuelles aus Hünfeld

Richtfest für das neue Bürgerbüro

Hünfeld. Schritt für Schritt geht es beim Umbau des Gebäudes in der Mittelstraße 9 in Hünfeld voran. Anfang 2019 sollen dort das Bürgerbüro und Teile der Verwaltung einziehen. Jetzt wurde Richtfest gefeiert. Auch die Bauarbeiten um das und im Rathaus schreiten voran.

Die Rohbauarbeiten in der Mittelstraße 9 sind beendet, das Dach ist bereits geschlossen. Ein kleines Bäumchen auf dem Dach zeigte, dass nun Richtfest gefeiert werden kann. „Das Gebäude nimmt Konturen an, so dass man eine Vorstellung davon bekommt, wie das fertige Werk einmal aussehen wird“, erklärte Bürgermeister Stefan Schwenk. Er gab offen zu, die ersten Monate dieser Bauzeit hätten von allen Beteiligten viel Einsatzbereitschaft und manchmal auch Nervenstärke gefordert. „Nicht alles läuft, wie man es sich wünscht. Vor allem bei einem Umbau erlebt man auch manche Überraschung, die weder Bauherr noch Architekt, noch ausführende Firmen auf dem Schirm haben konnten“, betonte Schwenk. Der Umbau des Gebäudes in der Mittelstraße und insbesondere der Umbau des benachbarten Rathauses seien eine „gewaltige Aufgabe“.

Schwenk dankte den beteiligten Firmen und Mitarbeitern. Insgesamt sei der Bau sehr gut verlaufen. Das unterstrichen auch Architekt David Schwanitz vom Büro Staubach + Partner und Thomas Henkel, dem Projektleiter der Stadtverwaltung. Beim Richtfest sagte der Bürgermeister auch den städtischen Gremien, dem Magistrat, dem Ältestenrat und der Stadtverordnetenversammlung Danke, dass sie dieses komplexe und schwierige Vorhaben bislang sehr konstruktiv und hervorragend begleitet haben. Auch den vielen Nachbarn in der Innenstadt, die so manches an Belastungen hinnehmen mussten, galt sein Dank.

In seiner Rede betonte Schwenk, ihm sei bewusst, dass wir in Zeiten der Hochkonjunktur auf dem Bausektor leben. Er machte aber auch deutlich, dass für die Firmen, die sich beim Umbau des Rathauses und des Gebäudes in der Mittelstraße engagierten, es sicher auch ein Stück Prestige und Renommee sei, dabei zu sein. Hünfeld habe auch in konjunkturell schwächeren Zeiten stets nachhaltig in die Erhaltung der Infrastruktur investiert. „Und das wollen wir weiter tun, auch wenn es mal nicht mehr so brummt“, erklärte das Stadtoberhaupt und appellierte an die Handwerker: „Deshalb ist es wichtig, dass uns die heimischen Firmen jetzt auch im Angesicht voller Auftragsbücher nicht hängen lassen.“

Bereits einige Wochen vor dem Richtfest des Gebäudes in der Mittelstraße sind auch die Aufträge für die Elektroinstallation, für den Fensterbau, für Heizung, Lüftung und Sanitär sowie den barrierefreien Aufzug vergeben worden. Die Dachdecker werden nun die Gauben verblechen und abschließende Arbeiten am Dach vornehmen. Bereits ausgeschrieben sind der Trockenbau, Estricharbeiten sowie Maler- und Putzarbeiten am und im Gebäude. Der Aufzugsschacht wurde bereits innerhalb der Rohbauarbeiten fertiggestellt – für die barrierefreie Erschließung des Gebäudes. In Vorbereitung sind die Ausschreibungen für den Bodenbelag und die Schreinerarbeiten.

„Die Lage auf dem Bausektor ist sehr angespannt“, sagt Thomas Henkel. Das habe sich auch bei der Vergabe der Gewerke gezeigt. Ziel ist, dass im ersten Quartal 2019 der Umzug stattfindet. Im Gebäude Mittelstraße 9 werden das Bürgerbüro und Teile der Verwaltung einziehen. Derzeit haben diese Teile der Verwaltung im Hünfelder Bahnhof ihren Standort.

Auch im und am Rathaus schreiten die Arbeiten voran. Mit Blick auf die anstehende energetische Sanierung und den Brandschutz war es zunächst erforderlich, die Kellerwände im Außenbereich abzudichten. Weiterhin mussten Leitungen umgelegt und neu für Gas, Wasser und Strom verlegt werden. Bei der Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen war festgestellt worden, dass das Ziegelmauerwerk im Kellergeschoss über keinerlei Abdichtung gegenüber dem Erdreich verfügt. Das war wohl die Ursache für erhebliche Feuchtigkeitsschäden im Inneren des Rathauses. „Dabei waren lange Trocknungszeiten erforderlich“, macht Henkel deutlich. Darüber hinaus wurden Decken im Rathaus geöffnet, um brandschutztechnische Maßnahmen zu untersuchen. Zudem werden derzeit die Leistungsverzeichnisse für die erforderlichen Entkernungsarbeiten erstellt. Ebenfalls soll noch dieses Jahr die Rathaustreppe abgetragen werden, um diese in Abstimmung mit der Denkmalpflege grundhaft zu sanieren.

Im Laufe der Bauarbeiten wurden weitere Schäden am Rathaus festgestellt. Diese betreffen insbesondere die historischen Sandsteingesimse, bei denen einzelne beschädigte Sandsteine ausgetauscht und die Ziegelsteinfassade neu verfugt werden muss, um die Substanz des denkmalgeschützten Rathauses nachhaltig zu erhalten.

Schwenk nannte den Umbau eine große Herausforderung. Groß sei allerdings auch die Vorfreude, „dass wir unseren Bürgern ein modernes Bürgerbüro als Kundenzentrum der Stadt bieten können, dass unsere Mitarbeiter bessere Arbeitsbedingungen vorfinden und dass wir unsere Verwaltung zukunftsfähig und digital aufstellen können“. Davon würden alle profitieren: die Innenstadt durch das Bürgerbüro zur Förderung der Frequenz und die Bürger, die künftig noch mehr eine dienstleistungsorientierte und effiziente Verwaltung vorfinden werden.

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