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Aktuelles aus Hünfeld

"Gut, dass er im Bistum blieb"

Hünfeld-Kirchhasel. Monsignore Roland Knott, langjähriger Kolpingpräses, Polizeidekan und Religionspädagoge, konnte kürzlich in Kirchhasel seinen 90. Geburtstag feiern. Zu den zahlreichen Gratulanten gehörten auch der Generalvikar des Bistums Fulda, Gerhard Stanke, Dechant Markus Blümel aus Eiterfeld und Stadtrat Gerhard Hohmann, der die Glückwünsche des Ministerpräsidenten, des Landrates sowie des Magistrates der Stadt Hünfeld überbrachte. Hohmann würdigte dabei vor allem das seelsorgerische Wirken von Monsignore Knott. Er selbst habe ihn als Polizeibeamter bei vielen Gelegenheiten gesprochen. Er habe vielen Polizisten in Hessen in schwierigen Situationen zur Seite gestanden. Er erinnerte sich gern an sehr gute Gespräche. Deshalb freue er sich, dass er dem Seelsorger die offiziellen Glückwünsche der Stadt überbringen dürfe.

Auch Generalvikar Stanke würdigte neben den vielen anderen Aufgaben, denen sich Knott in seinem priesterlichen Wirken gestellt habe, besonders das seelsorgerische Wirken. Es sei ein Glücksfall für das Bistum Fulda gewesen, dass Monsignore Knott nach seiner Weihe nicht nach Essen gegangen, sondern im Bistum geblieben sei. Der Kolpingdiözesanvorsitzende, Josef Richter, bezog sich in seinen Glückwunschworten auf die besondere Begabung Knotts, auch mit jungen Menschen bei sehr kritischen Fragestellungen gut umgehen zu können.

Knott wurde in Köln als viertes von sechs Kindern geboren, besuchte die Grundschule in Berlin und später das Wilhelm-Gymnasium in Kassel. Weil er zur Flugabwehr einberufen wurde, konnte er sein Abitur zunächst nicht ablegen. Nach dem Krieg absolvierte er ein Praktikum im Elektro- und Dampflokomotivenbau bei Henschel in Kassel, mit dem Ziel, später Ingenieurwissenschaften zu studieren. Doch es sollte anders kommen. Durch die amerikanische Militärregierung wurde er angesprochen, beim Aufbau der katholischen Jugend in Kassel mitzuwirken. Danach entschied er sich ab 1949 für ein Theologiestudium in Fulda und wurde 1957 zum Priester geweiht. Es folgten Stationen in Kassel-Ihringshausen, als Domkaplan in Fritzlar und als Pfarrer in Friedewald und Heringen/Werra sowie als Jugendseelsorger des Dekanates Bad Hersfeld. 1972 wurde er zum Generalsekretär des Bonifatiuswerks der Deutschen Katholiken berufen und war vier Jahre lang auch Chefredakteur der Kinderzeitschrift „Sternsinger“ in Paderborn. Es folgten Tätigkeiten im Schuldienst in Fulda und an der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld. 1976 wurde er auch zum Vorsitzenden der Kolpinghaus Fulda e. V. gewählt und übernahm die Leitung des Jugendwohnheimes des Kolpingwerks. Zugleich wurde er zum Diözesanpräses des Kolpingwerks im Bistum Fulda und zum Generalrat des internationalen Kolpingwerks berufen. Von 1984 bis 1995 war er Landespräses in Hessen, und ab 1994 nach Ende seines Schuldienstes bis 2008 übte er das Amt des Polizeidekans im Bistum Fulda und für die Hessische Landespolizei aus.

Zu unserem Bild:

Stadtrat Gerhard Hohmann beglückwünschte den langjährigen Polizeiseelsorger, Religionsprädagogen und Kolpingpräses, Monsignore Roland Knott, zum 90. Geburtstag.

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