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Aktuelles aus Hünfeld

Anette Kramer stellt beim Jungen Kunstkreis aus

Hünfeld. Die Künstlerin Anette Kramer stellt noch bis Freitag, 19. Oktober, beim Jungen Kunstkreis in der Galerie im Bahnhof aus. Bei der Vernissage wurde die Vielfalt der Werke der Hünfelderin deutlich, die sich auch im Titel der Ausstellung widerspiegelt: „Malerei – Zeichnung – Collage – Skulptur“.

Rund 50 Werke von Anette Kramer sind in der Galerie im Bahnhof ausgestellt – abstrakte Kompositionen auf Leinwänden mit Acryl, mal mit Mischtechniken, mal mit Tusche, Portraits gemalt mit Kohle, eine Serie von Collagen, Skulpturen. 2003 hatte die Künstlerin ihre erste Einzelausstellung beim Jungen Kunstkreis, sechs Jahre später folgte die zweite, 2018 nun die dritte. Elmar Hegmann, Vorsitzender des Jungen Kunstkreises, sprach von einer ungeheuren Weiterentwicklung der Künstlerin.

Gebürtig stammt Anette Kramer aus Burghaun, lebt aber seit vielen Jahren in Hünfeld. Künstlerisch tätig ist sie seit 1986. Nach verschiedenen Mal- und Zeichenkursen, unter anderem bei Jürgen Blum und Peter Blum fand sie den Weg zu Professor Milivoje Unkovic. „Von 1997 bis 2009 studierte sie bei ihm und erfuhr durch ihn Anregung, Förderung und Forderung“, berichtete Hegmann. Bis heute sei Unkovic ihr Mentor.

Seit 2002 hat die sie ein eigenes Atelier in Hünfeld. Von 2005 bis 2016 war sie als Dozentin für Kunstkurse an der Volkshochschule tätig. Insgesamt hatte Kramer rund zehn Einzelausstellungen. An öffentlichen Aufträgen ist ihre Wandgestaltung in der Haune-Halle in Burghaun zu nennen. Darüber hinaus unterrichtet sie als Yoga-Lehrerin. „Für Anette Kramer bilden Yoga und Kunst eine Ganzheit“, stellte Hegmann fest.

„Die hier gezeigten Bilder und Skulpturen haben den Charakter einer flüchtigen Begegnung, doch sie sind über Stunden und Tage in einem kreativen Prozess entstanden“, erklärte der Vorsitzende. Anette Kramer erforsche in ihren Bildern körperlich-räumliche Beziehungen. Oft präsentiere sie die Figuren nackt. „Sie sind damit dem Betrachter unmittelbar und quasi in schutzloser Offenheit gegenüberstellt“, sagte Hegmann. Die Künstlerin nutze die Kraft der Linie, die Umriss und Dynamik vereine. Außerdem nutze sie das Überlagern von bewegten Formen, wo sich Linien und Flächen begegnen und wieder voneinander entfernen.

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Annette Boenkendorf, die Blockflötenspiel in Perfektion darbot. Die gebürtige Fuldaerin ist Instrumentalpädagogin und lebt mit ihrer Familie bei Hildesheim. In Vertretung von Bürgermeister Stefan Schwenk hieß Hegmann Stadtrat Gerhard Hohmann herzlich willkommen.

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