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Aktuelles aus Hünfeld

10 Jahre Waldkindergarten

Hünfeld-Kirchhasel. Zum 10. Jubiläumsfest der Haselmäuse hat der Natur- und Waldkindergarten Kirchhasel eingeladen. Bei herrlichem Wetter blickten die Gäste, darunter viele ehemalige Waldkinder, auf die vergangenen zehn Jahre zurück.
„Ich bin ein Waldkind, ich bin wie ich bin“, sangen die 25 Kinder des Waldkindergartens zur Begrüßung. Und die Gäste merkten den Haselmäusen an, wie gerne sie in ihren Kindergarten gehen. Seit mittlerweile zehn Jahren treffen sich jeden Morgen Kinder an der Waldhütte, um mit Begeisterung die Natur zu erforschen und in ihr zu spielen.
Leiterin und Initiatorin Susanne Fischer blickte in ihrer Ansprache auf die Anfänge zurück. Am 1. September 2008 startete der Waldkindergarten mit neun Kindern. In den Monaten zuvor wurden die Grundsteine für das Projekt gelegt und alle Vorbereitungen geschaffen – unter anderem wurde ein Bauwagen als Unterschlupf umgebaut. Dieser Bauwagen war nach sieben Jahren morsch und feucht, sodass ein Holzhaus gebaut wurde – der „Kobel“, wie das Gebäude genannt wird.
„92 Kinder haben seit der Gründung des Waldkindergartens die Jahreszeiten hier erlebt“, verdeutlichte Susanne Fischer. Das Anliegen des Waldkindergartens sei es, die kindliche Entwicklung in dieser wichtigen Lebensphase zu stärken und zu fördern. Dazu biete der Wald mit seiner Ruhe, mit all seinen Reizen von Natur und Wetter und den Veränderungen im Jahreslauf den optimalen Raum.
Welche Erinnerungen die Zeit im Kindergarten bei ihnen hinterlassen haben, erzählten fünf der neun Kinder, die vor zehn Jahren die ersten Haselmäuse waren. Sarah, Rebecca, Emma, Anouk und Mark berichteten von Schlittenfahrten, vom Apfelsaft pressen, aber auch von kalten Tagen, an denen sie erst nicht aus dem Auto steigen wollten.
In den vergangenen Jahren hat sich im Waldkindergarten einiges getan: Neben dem Bau des „Kobels“ gibt es seit 2012 den Verein „Waldpädagogik im Hessischen Kegelspiel“, der die Trägerschaft des Natur- und Waldkindergartens übernommen hat. Zudem schlafen und essen die Kinder mittlerweile auch im Waldkindergarten. Geöffnet hat der Kindergarten bis 14.30 Uhr und seit zwei Jahren gehen auch Zweijährige in den Waldkindergarten. Derzeit besuchen Kinder aus Hünfeld, Burghaun und Eiterfeld den Kindergarten.
Clemens Hahn, Vorsitzender des Trägervereins, begrüßte Ehrenbürgermeister Dr. Eberhard Fennel, der das Projekt vor zehn Jahren mit auf den Weg gebracht hat. „Der Waldkindergarten ist zu einem einzigartigen Ort geworden“, betonte Hahn. Die Kinder könnten sich frei entfalten, hätten wenig vorgefertigte Spielsachen, die Kreativität werde gefördert, sie lernten Teamwork und täglich neue Herausforderungen kennen. Ein großer Dank gelte den Eltern für ihre Unterstützung und insbesondere Susanne Fischer, die sich ein Lebenswerk erschaffen habe.
Stadträtin Karin Grosch gratulierte zum Jubiläum. Nach der Skepsis, die vor zehn Jahren gegenüber dem neuen Waldkindergarten geherrscht habe, seien alle eines Besseren belehrt worden. „Der Waldkindergarten ist eine wertvolle Bereicherung“, betonte Grosch. Es sei ein Paradies für Kinder entstanden.

 

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