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Aktuelles aus Hünfeld

Lotte für die Unfallhilfe

Hünfeld. Das Katastrophenschutzzentrum des Hünfelder DRK-Kreisverbandes verfügt über einen neuen Gerätewagen „Unfallhilfsstelle“. Anlässlich eines Tages der offenen Tür im Katastrophenschutzzentrum konnte der DRK-Präsident, Dr. Eberhard Fennel, das neue Fahrzeug der Öffentlichkeit vorstellen.

Es wurde allein aus Eigenmitteln beschafft, nachdem durch die Neukonzeption des Katastrophenschutzes in den Jahren 2010 und 2011 im Landkreis Fulda viele Aufgaben für Hünfeld verloren worden waren. Dies habe auch dazu geführt, sagte Dr. Fennel, dass auch einige Helfer gegangen seien, die das DRK bis heute schmerzlich vermisse. Er hoffe, dass das neue Fahrzeug auch die Motivation stärken könne, zumal die ehrenamtlichen Kräfte am Katastrophenschutzzentrum mit viel Eigeneistung dazu beigetragen hätten, das Fahrzeug auszustatten.

Vor zwei Jahren hatte der DRK Kreisverband ein gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug erworben, das im Rahmen der Eigenleistungen zur mobilen Unfallhilfsstelle umgebaut werden konnte. Durch die Beladung des Fahrzeuges können insgesamt sechs Patienten gleichzeitig versorgt werden, davon zwei Patienten sogar intensivmedizinisch. Zur Beladung gehören unter anderem zwei Zelte, Liegen und medizinische Gerätschaften zur Versorgung der Patienten. Er zeigte sich sehr zuversichtlich, dass angesichts der veränderten Bewertungen in der Gefahrenabwehr auch das Katastrophenschutzzentrum Hünfeld künftig wieder verstärkt gebraucht werde. Daran knüpfte auch der Landesbereitschaftsleiter Jürgen Kraft an, der bei der Neuausrichtung des Katastrophenschutzzentrums und des Führungspersonals mit Natascha Janzki und Pascal Stumpf den Kreisverband des Hünfelder DRK unterstützt hatte. Globale Veränderungen und neue Gefahrenanalysen führten dazu, dass auch mit Blick auf die Bevölkerungsschutz neue Überlegungen angestellt werden müssten, betonte Kraft. Stadtbrandinspektor Thorsten Rübsam bedankte sich für die enge Zusammenarbeit mit den Hünfelder Feuerwehren, die durch gemeinsame Übungen noch weiter vertieft werden solle. Bürgermeister Stefan Schwenk zeigte sich sehr angetan von der guten Zusammenarbeit zwischen städtischen Feuerwehren, dem DRK und dem Technischen Hilfswerk. Nur gemeinsam könnten manche Herausforderungen bewältigt werden. Pascal Stumpf, Kreisbereitschaftsleiter des Katastrophenschutzes beim DRK, betonte, dass die ehrenamtlichen Helfer rund 2.500 Stunden investiert hätten, um das ehemalige Feuerwehrfahrzeug zur mobilen Unfallhilfsstelle umzubauen. Dadurch sei auch ein enges Verhältnis der Helfer zu diesem Fahrzeug entstanden, das von den DRK-Katastrophenschützern mittlerweile liebevoll "Lotte“ genannt werde. Zur Beladung des Fahrzeugs gehören nicht nur Sanitätstaschen und medizinische Gerätschaften, sondern auch zwei Zelte, Feldbetten und anderes Inventar, um Patienten auch vor Ort versorgen zu können. Weiterhin habe es einen Notstromaggregat und einen Wasservorrat, um auch weitgehend autark im Gelände betrieben werden zu können.

Pater Alois Schmidtpeter und Pfarrer Jürgen Gossler nahmen die kirchliche Segnung der Einsatzkräfte und des Fahrzeugs vor. Es diene den Menschen, denen durch den freiwilligen Einsatz von Helfern Hilfe geleistet werden könne, sagte der evangelische Pfarrer Jürgen Gossler, und Pater Alois Schmidtpeter wünschte den Einsatzkräften jederzeit eine gesunde Rückkehr von dem Dienst an ihren Mitmenschen.

 

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