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Aktuelles aus Hünfeld

Diskussion um Kita-Standort

Hünfeld. In einer konstruktiven Diskussion berieten Bürger aus dem „Hünfelder Nord- und Ostend“ über die möglichen Standorte für die geplante neue Kindertagesstätte. Wie Bürgermeister Stefan Schwenk betonte, müsse die Entscheidung sehr kurzfristig gefunden werden, da der neue Kindergarten schon zum 1. August 2020 in Betrieb gehen solle.

Gegenwärtig würden die Architektenleistungen ausgeschrieben, eine Entscheidung solle bis Ende September fallen. Gemeinsam mit dem Sachbearbeiter, Andreas Kapelle, stellte er auch die Rahmenbedingungen vor. Die Gesamtinvestition wird auf rund drei Million Euro eingeschätzt. Dafür liegt der Stadt eine Finanzierungszusage in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln der „Sozialen Stadt“ vor. In jedem Fall werde die neue Kindertagesstätte das Quartier erheblich attraktiver machen, sagte Schwenk. Im Vorfeld hatte die Stadt mögliche Baugrundstücke identifiziert. Im städtischen Besitz sind die Parkplatzfläche mit Bolzplatz östlich der St. Ulrich-Kirche und der Parkplatz an der Ecke Landerneau-Allee/Rasdorfer Straße. Dort könnten sowohl baurechtlich, als auch erschließungstechnisch die Voraussetzungen schnell geschaffen werden. Anders sähe es bei der dritten Potenzialfäche im Honigfeld im Anschluss an das Neubaugebiet aus. Dort lägen derzeit weder die grundstücksmäßigen Voraussetzungen vor, noch stehe eine Erschließung zur Verfügung. Nach einer sachlichen Abwägung mache er keinen Hehl daraus, sagte Schwenk, dass er einen Standort an der St. Ulrich-Kirche bevorzugen würde, da dieser über eine integrierte Lage verfüge. Die Stadt habe die Planungen für den Neuausbau der Berliner Straße zurückgestellt, um die Bürger im Quartier an dieser wichtigen Zukunftsplanung zu beteiligen. In jedem Fall müssten dann auch die Verkehrsbeziehungen und die Parkplatzordnung in diesem Bereich neu gestaltet werden. Daran sollten aber die Bürger und der Bürgerbeirat des Quartiers, intensiv beteiligt werden. Pfarrer Peter Borta kündigte an, dass die Kirchengemeide St. Ulrich ein hohes Interesse daran habe, sich aktiv in die Entwicklung des Quartiers einzubringen. Mit den „1.300 Schäfchen“ werde die Gemeinde nicht auf Dauer in der Lage sein, alle Gebäude und Einrichtungen im Bereich der St. Ulrich-Kirche zu erhalten. Die Gemeinde habe ein hohes Interesse daran, dass das Pfarrheim intensiver durch die Bürger genutzt werde.

Karolin Stirn von NH-Projektstadt, die gegenwärtig mit dem städtischen Mitarbeiter Marco Rübsam das integrierte Handlungskonzept für die Entwicklung des Quartiers erstellt, moderierte die Diskussion, um die Vorteile der jeweiligen Standorte gegeneinander abzuwägen. In den Diskussionsbeiträgen wurde vor allem auf die integrierte Lage im Bereich der St. Ulrich-Kirche fernab von Hauptverkehrsstraßen eingegangen, aber auch auf Möglichkeiten zur Kooperation mit dem bestehenden St.-Ulrich-Kindergarten und die Chance, diesen Bereich einschließlich des Umfeldes der Kirche zu einem echten Mittelpunkt für das Quartier entwickeln zu können. Gegen den Standort sprechen aus Sicht von einigen Diskussionsteilnehmern, dass die als Bolzplatz nur schwach genutzte Grünfläche dann nicht mehr für andere Aktionen bei Veranstaltungen der Kirche zur Verfügung stehen werde. Vorgetragen wurden auch Bedenken wegen einer Lärmbelastung für die unmittelbaren Nachbarn. Gegen den möglichen Standort an der Ecke Rasdorfer Straße und Landerneau-Allee spricht aus Sicht vieler Diskutanten die hohe Verkehrsbelastung, die die Sicherheit der Kinder beeinträchten kann. Karolin Stirn kündigte an, dass die Ergebnisse dieses Workshops aufbereitet und im Büro der Quartiersmanagerin Bianca Weber im Pfarrhaus ausgestellt würden, so dass noch bis zum Ende der Woche die Bürger Gelegenheit hätten, sich über das Für und Wider zu informieren.

Zum weiteren Vorgehen kündigte der Bürgermeister an, dass bis Ende September die Standortfrage endgültig geklärt werden solle, damit dann der Architekt in die Planung eintreten könne. Außerdem bot Schwenk an, die Pläne des künftigen Architekten dann in einer weiteren Diskussionsveranstaltung im Quartier vorzustellen. Diskussionsveranstaltung im Quartier vorzustellen.

In jedem Fall solle aber an den Zeitplan zur Fertigstellung zum Kindergartenjahr 2020/21 festgehalten werden. Da stehe die Stadt im Wort. Insgesamt seien bereits vier zusätzliche Kindergarten- und Krippengruppen in den zurückliegenden vier Jahren geschaffen worden. Übergangsweise sollen jetzt noch zwei weitere Gruppen im Kindergarten Heilig Kreuz und in der Kindertagesstätte St. Laurentius in Mackenzell eingerichtet werden. Diese stünden aber nur temporär zur Verfügung und taugten nur als Übergangslösung, um dem Bedarf angesichts steigender Kinderzahlen in Hünfeld bis dahin gerecht werden zu können. Der Neubau werde auch zu einer Entlastung des Ulrich-Kindergartens führen, weil dann dort die vierte Gruppe wieder geschlossen werden könne, was zu einer Verbesserung der angespannten räumlichen Situation in dieser Tagesstätte beitragen werde, so Schwenk abschließend.

 

Zu unserem Bild:

In einer engagierten Diskussion berieten Bürger über Vor- und Nachteile der möglichen Standorte für eine neue Kindertagesstätte im Hünfelder Nord- und Ostend.

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