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Aktuelles aus Hünfeld

Dammersbach "packt gemeinsam an"

Hünfeld-Dammersbach. Die Dammersbacher haben das 925-jährige Bestehen ihres Dorfes gefeiert. 1093 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Landrat Bernd Woide überreichte Bürgermeister Stefan Schwenk und Ortsvorsteher Siegfried Bug zum Jubiläum die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde des Landes Hessen.
Am Ende des Festgottesdienstes, den Pater Uwe Barzen feierlich gestaltete, würdigte Landrat Bernd Woide die Dammerbacher und ihr Engagement. „Neben dem historischen Ereignis feiern wir heute auch die Menschen, die seit Jahren und Jahrzehnten in Dammersbach leben.“ Die Dammersbacher pflegten eine intensive Vereinsarbeit und hätten eine aktive Dorfgemeinschaft.
Auch Bürgermeister Stefan Schwenk, der gleichzeitig Schirmherr des Jubiläums war, hob hervor: „Dammersbach hat eine gute Dorfgemeinschaft, die zusammensteht.“ Dammersbach sei ein kleines Dorf, das in den Jahrhunderten viele Herausforderungen meistern musste. „Umgeben von ausgedehnten Waldgebieten, relativ weit entfernt von anderen Dörfern, waren die Menschen hier über Jahrhunderte darauf angewiesen, dass man Aufgaben, Probleme und Herausforderungen am besten gemeinsam meistert.“ Das sei bis heute spürbar und zeichne den Charakter des Dorfes und seiner Menschen aus.
Ortsvorsteher Siegfried Bug appellierte er an die Dammersbacher: „Lasst uns weiterhin so eng zusammenstehen.“ Verbunden mit dem Gebot der Nächstenliebe werde die Zukunft gelingen. Für den Pater, den Landrat und den Bürgermeister hatte Bug eine Überraschung parat: Nach dem Gottesdienst fuhren sie mit einer Kutsche zum Festgelände am Bürgerhaus.
Dort wurde den ganzen Sonntag gefeiert. Im Obergeschoss des Bürgerhauses wartete eine Ausstellung zur Dorfchronik, die Theo Jestädt aufgearbeitet hat. Diese wurde bereits am Samstag eröffnet. Die Geschichte des Dorfes wurde thematisch gegliedert – von Schule, Kirche, Häusern und Straßenzügen, über Landwirtschaft, Vereine, Firmen in Dammersbach bis hin zu aktuellen Themen wie Windkraft und Hochwasser.
„Die Dorfchronik ist ein Hobby von mir. Ich habe schon immer gerne gesammelt. Seit 30 Jahren sammle ich intensiv“, erklärte Theo Jestädt. Besonders stolz ist er auf das Original Steuerkataster der Gemeinde von 1857 und die Besoldung der Schullehrer von Dammersbach begonnen im Jahre 1830.
Auf dem Festplatz gab es ein buntes Treiben. Rüdiger Kirst und Sebastian Seidel zeigten die alte Handwerkskunst des Stuckziehens. Aus Stuck verkauften sie extra zum Dorfjubiläum angefertigte Herzen. Der Erlös war für den Kulturverein bestimmt. Imker Rudi Mohr hatte einen Schaukasten von einem Bienenvolk aufgebaut. Für die Kinder gab es einen kleinen Streichelzoo von Thomas Stupp. Außerdem wurden Hausmacher „Woarschd“, Bauernbrot und Schoppestecke verkauft.
Das Dorffest startete bereits am Freitag mit einem Bürgerabend mit Bild- und Wortbeiträgen sowie musikalischen Einlagen. Organisiert wurde das Jubiläumsfest vom Kulturverein Dammersbach.

 

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