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Aktuelles aus Hünfeld

Geisa und Hünfeld im Austausch

Hünfeld. Die Menschen im Geisaer Land sind nach den Worten von Geisas Bürgermeister Martin Henkel stark nach Hünfeld und Fulda orientiert. Dies betonte der Geisaer Rathauschef anlässlich eines Freundschaftstreffens zwischen Geisaer und Hünfelder Kommunalpolitikern, zu dem sein Hünfelder Amtskollege Stefan Schwenk eingeladen hatte.

Bereits am 10. März 1990, unmittelbar nach der Grenzöffnung, vereinbarten Geisa und Hünfeld eine deutsch-deutsche Städtepartnerschaft. Nach der rasanten Entwicklung in den 90er Jahren kamen beide Städte zu dem Schluss, dass die Ziele dieser Städtepartnerschaft, Geisa auf den Weg ins geeinte Deutschland zu begleiten, erreicht worden seien. Seit Oktober 2000 haben Hünfeld und Geisa deshalb eine vertraglich vereinbarte Städtefreundschaft. Geisa und Hünfeld verbinde heute eine gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit, betonte Schwenk, beispielsweise im Bereich des Tourismus in der gemeinsamen Touristischen Arbeitsgemeinschaft Hessisches Kegelspiel.

Trotzdem sei es wichtig, Freundschaften zu pflegen und dazu gehörten auch Rituale, wie die wechselseitigen Freundschaftstreffen. Diese seien wichtig, um auch mal abseits der Tagesaktualitäten innezuhalten, den Gedankenaustausch zu pflegen und einen Blick darauf zu erhalten, wie Geisa und Hünfeld Aufgaben angingen.

Schwenk, der die Stadtratsmitglieder aus Geisa gemeinsam mit Magistratskollegen und Vertretern der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung im Museum Modern Art willkommen heißen konnte, berichtete unter anderem über den Neubau der Stadtbibliothek und die aufwändige Sanierung des Hünfelder Rathauses. Wie bei solchen historischen Gebäuden zu erwarten, ergeben sich bei diesem Projekt häufig neue Herausforderungen und auch so manche Überraschung. So seien die Fundamente des Rathauses jetzt freigelegt worden. Dabei musste festgestellt werden, dass das Kellergeschoss keinerlei Abdichtung gegenüber dem Erdreich hatte. Auch der historische Treppenaufgang auf der Vorderseite müsse von Grund auf saniert werden. Der größte Teil der Kosten entfalle auf die Bereiche Brandschutz, Barrierefreiheit und Energieeffizienz. Deshalb werde es einen zweiten Haupteingang auf der rückwärtigen Seite und ein neues Treppenhaus mit einem gläsernen Aufzug geben, das sowohl die Brandschutzkriterien erfülle, als auch einen ebenerdigen Zugang für Rollstuhlfahrer und Rollatorfahrer biete. Bei einem Stadtrundgang konnten sich die Mandatsträger beider Städte vor Ort über die Baumaßnahmen informieren.

Beim abschließenden Treffen in der Stadthalle Kolpinghaus wurden auch Themen erörtert, wie die Innenstadtentwicklung. Dabei sah Martin Henkel für Geisa vergleichbare Aufgabenstellungen wie in Hünfeld, die historisch gewachsene Innenstadt attraktiv zum Wohnen und zum Einkaufen zu erhalten. Auch im Bereich der Barrierefreiheit des öffentlichen Straßenraums werde Geisa wie Hünfeld noch viele Anstrengungen unternehmen müssen. Er zeigte sich zum Abschluss hocherfreut über die produktiven Gespräche und den lockeren Austausch und plädierte dafür, dass diese wechselseitigen Besuche auch in Zukunft stattfinden sollten.

 

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