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Aktuelles aus Hünfeld

Konzeptstudie für Straßen in der Innenstadt

Hünfeld. Der Magistrat will eine Konzeptstudie für die künftige Gestaltung innerstädtischer Verkehrspflaster und Platzflächen erstellen lassen. Anlass dazu ist, nach den Worten von Bürgermeister Stefan Schwenk, die im Zuge des Rathausumbaus notwendige Neugestaltung der Rathausstraße.

Dort werden gegenwärtig Leitungssysteme erneuert und die Grundmauern des Rathauses freigelegt, um die Abdichtung des Gebäudes zu sanieren. Dafür musste fast die Hälfte der gesamten Straße aufgebaggert werden. Durch den Anbau eines transparenten Windfangs als Glasbaukörper auf der rückwärtigen Seite des Rathauses werden Flächen aus dieser Straße in Anspruch genommen. Das Porphyrpflaster, das dort in den 80er Jahren verlegt worden war, weist mittlerweile erhebliche Schäden und defekte Pflastersteine auf. Außerdem eignet sich das unebene Natursteinpflaster nicht für einen barrierefreien Zugang für Rollator- und Rollstuhlfahrer. Ähnliche Schäden seien auch in der Mittelstraße, der Hauptstraße, der Töpferstraße und am Fuldaer Berg zu sehen, so dass mittel- und langfristig auch diese Bereiche erneuert werden müssten, so der Bürgermeister. Die im kommenden Jahr nach Abschluss der Umbaumaßnahmen am Rathaus notwendige Erneuerung der Rathausstraße müsse sich allerdings dann in einem Gesamtkonzept für die Straßenraumgestaltung einfügen, deshalb sollen schon jetzt Überlegungen angestellt werden, welches Gesicht die Straßen und Plätze in der Innenstadt künftig haben sollen. Dies werde eine Frage sein, mit der sich dann auch die städtischen Gremien, wie Magistrat, Bauausschuss, Haupt- und Finanzausschuss und Stadtverordnetenversammlung, beschäftigen müssen.

Von der Konzeptstudie erhofft sich der Bürgermeister nicht nur gestalterische Ideen, sondern auch konkrete Materialvorschläge für eine sukzessive Erneuerung der Flächen in der Innenstadt. In die Betrachtung einbezogen werden sollte auf jeden Fall die Historie der Straßenraumgestaltung in Hünfeld, die Gebäudearchitektur und Fassaden, aber auch Fragen der Barrierefreiheit, der Aufenthaltsqualität und des städtischen Kleinklimas, das ganz maßgebend durch die Begrünung beeinflusst werde. Auch die Nutzungen der unterschiedlichen Straßen mit Fahrbeziehungen, Parkplätzen, Fußgängerzone, Lieferverkehren und Veranstaltungen, müssten in einer solchen Studie berücksichtigt werden.

Angesichts der grundsätzlichen Bedeutung dieser Planungen für die Zukunft in den kommenden Jahren und Jahrzehnten sei ein gründliches Nachdenken gefordert, in das auch die Stadtverordnetenversammlung, die Kommissionen, Ausschüsse und der Magistrat intensiv einbezogen werden sollen. Schließlich müsse eine solche Gestaltung auch Akzeptanz bei den Geschäftsinhabern, den Anwohnern und vor allem den Kunden der Innenstadt und den Gästen finden. Deshalb habe der Magistrat jetzt beschlossen, ein förmliches Vergabeverfahren einzuleiten, um ein qualfiziertes Stadtplanungsbüro gewinnen zu können, das diese weitreichenden Grundsatzentscheidungen vorbereiten und begleiten könne.

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