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Aktuelles aus Hünfeld

DE-Anträge: Fristen verlängert

Hünfeld. Eine Zwischenbilanz zur Dorfentwicklung in den Hünfelder Stadtteilen zogen Bürgermeister Stefan Schwenk und Angelika Boese vom Fachdienst Dorfentwicklung beim Landkreis Fulda in der Stadthalle Kolpinghaus. Dabei konnte der Bürgermeister berichten, dass bereits zwei Drittel der förderfähigen Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro ausgeschöpft seien. Für 470.000 Euro, die bis zum Ende der Laufzeit des Programms 2020 verblieben, lägen bereits viele Projektideen vor, die gegenwärtig untersucht würden.

Rund 665.700 Euro seien in die Verbesserung der Ortsmittelpunkte geflossen. Viele der Projekte seien bereits abgeschlossen. Der zweite große Investitionsschwerpunkt liege im Bereich der Bürger- und Vereinshäuser, in denen bereits zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit und der Nutzungsmöglichkeiten ausgeführt oder derzeit umgesetzt würden. Darauf entfielen rund 550.000 Euro. Barrierefreie Sanitäranlagen wurden beispielsweise in den Bürger- und Vereinshäusern Nüst, Rückers und Dammersbach geschaffen. Abgeschlossen sind auch die Maßnahmen zur Gestaltung der Ortsmittelpunkte von Nüst, Roßbach und Mackenzell, während in Oberrombach derzeit der zweite Bauabschnitt ausgeführt werde. Gleich zu Anfang des Verfahrens habe die Stadt in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Fulda eine Konzeptstudie unter dem Titel „Jugend aktiv“ erstellen lassen, um die Angebote für Kinder und Jugendliche zu verbessern. Aktuell liefen die Bauarbeiten im Vereinshaus Roßbach und am Kombinationsgebäude in Großenbach, auch der Ortsmittelpunkt von Oberfeld solle noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden.

Außerdem würden gegenwärtig mit den Ortsbeiräten neue einheitliche Ortseingangstafeln für die Stadtteile abgestimmt, die ebenfalls noch in diesem Jahr umgesetzt werden sollen. Ein weiteres zentrales Anliegen seien die Leerstände im Ortsmittelpunkt. Dazu kündigte der Bürgermeister an, dass die Stadt auch eigene Anstrengungen außerhalb dieses Programmes unternehmen wolle und hoffe beispielsweise in Roßbach in Bezug auf ein verfallendes Gebäude neben der Kirche zeitnah zu Lösungen zu kommen.

Gute Nachrichten hatte Angelika Boese für private Antragsteller von Fördermaßnahmen mitgebracht. Statt September 2019 läuft die Frist zur Beantragung von privaten Investitionsmaßnahmen nun bis zum 31.03.2020. Auch die Förderrichtlinien hätten sich in einigen Punkten geändert. So könnten nun auch denkmalpflegerisch wichtige Gebäude außerhalb der jeweiligen Fördergebiete in den Kernorten der Dörfer finanziell bezuschusst werden. Die Förderhöhe hat sich nicht verändert. Die beträgt nach wie vor bis zu 35.000 Euro je Projekt und bei denkmalpflegerisch wichtigen Vorhaben bis zu 45.000 Euro. Auch Maßnahmen in Eigenleistung seien grundsätzlich förderfähig. Da beziehe sich die Förderung dann auf die Materialkosten. Das Programm ziele insbesondere auf die Stärkung der Innenentwicklung in den Ortskernen ab, um zeitgemäßes Wohnen auch in den Dorfmittelpunkten zu gewährleisten. Das sei wichtig, damit Orte nicht von Innen heraus aussterben, die Lebensqualität erhalten bleibe und auch Nachbargrundstücke nicht beeinträchtigt würden. Deshalb sei auch der Abriss und ein ortstypischer Neubau in den Ortskernen grundsätzlich förderfähig. Angelika Boese warb dafür, die monatlichen Beratungstermine vor Ort mit einem Architekten und einem Sachbearbeiter des Fachdienstes für Regionalentwicklung zu nutzen. Termine könnten über die Stadt Hünfeld, Telefon (06652) 180-141, vereinbart werden. Dabei könnten Projektideen entwickelt und Fördermöglichkeiten abgeklärt werden. Beratungstermine finden in diesem Jahr noch am 13. Juni, 11. Juli, 8. August, 12. September, 10. Oktober, 14. November und 5. Dezember statt.

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