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Aktuelles aus Hünfeld

Orte des Erinnerns

Hünfeld-Großenbach. Das Kriegerehrenmal in Großenbach erstrahlt wieder im weißen Glanz. Im Rahmen einer Feierstunde wurde das Mahnmal nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder eingeweiht. Dabei betonte Bürgermeister Stefan Schwenk, dass Menschen Orte des Erinnerns und des Gedenkens brauchten.

Die Namen auf der Erinnerungstafel machten deutlich, dass viele Familien in Großenbach schon im Ersten Weltkrieg Väter und Söhne verloren hätten, dass fast alle Familien im Dorf betroffen gewesen seien. Diese Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts habe in die noch größere Katastrophe des Zweiten Weltkrieges geführt. Mit diesem Mahnmal würden junge Menschen geehrt, die in den Krieg ziehen mussten, getötet wurden und denen häufig keine andere Wahl gelassen worden sei. Diese Menschen erinnerten daran, dass Frieden und Gerechtigkeit, dass Freiheit und Verständigung Auftrag der nachfolgenden Generationen seien, damit nicht wieder junge Menschen sinnlos in einen Krieg geführt würden.

Dieses Erinnern sei den Großenbachern ein wichtiges Anliegen, wie auch an der Spendenbereitschaft von Bürgern deutlich geworden sei, sagte der Bürgermeister. Von den Gesamtkosten von 11.700 Euro seien 3.288 Euro allein durch Spenden finanziert worden. die Stadt habe rund 8.500 Euro zur Verfügung gestellt. Er dankte auch der Jugendfeuerwehr, die sich bereiterklärt hatte, für die Pflege dieses Kriegerehrenmals künftig zu sorgen.

Auch Ortsvorsteherin Margit Diegmüller hob das Engagement der Ortsgemeinschaft für dieses Ehrenmal hervor. Es sei den Menschen ganz einfach wichtig, wie aus der Spendenberetschaft und der Mithilfe hervorgehe, betonte die Ortsvorsteherin. Es sei wertvoll, sich der Kriegstoten zu erinnern. Sie seien eine Mahnung, sich stets für Frieden einzusetzen, und das beginne schon in der Familie und in der Ortsgemeinschaft, sagte Diegmüller. Pfarrer Heinrich Abel nahm die kirchliche Weihe des Mahnmals vor und bedauerte dabei, dass Mord und Krieg bis heute auf der Tagesordnung der Welt stünden. Gott allein sei Friede, es sei in die Entscheidung des Menschen gestellt, ob er Frieden wahre oder ob er das Verderben zulasse.

Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde durch Johannes Henkel an der Trompete. Die Jugendfeuerwehr bewirtete die zahlreichen Gäste mit heißen Würstchen und Erfrischungsgetränken.

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