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Aktuelles aus Hünfeld

Feuerwehren rückten 186 mal aus

Hünfeld. Bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Hünfeld hat Stadtbrandinspektor Thorsten Rübsam das hohe Niveau der Wehren betont. 186 Einsätze hatten die Wehren 2017. Die Zahl der Mitglieder hat sich leicht erhöht. Rübsam machte in der Stadthalle Kolpinghaus deutlich: „Wir sind eine Feuerwehr.“
„2017 war von den Einsatzzahlen und Stunden her vergleichbar mit dem Vorjahr“, sagte Rübsam. 43 Brandeinsätze, 95 Hilfeleistungen und 48 Fehlalarme ergaben 186 Einsätze. Die Hauptlast trug die Stützpunktfeuerwehr mit 127 Einsätzen. Die Gesamtpersonalstunden für Einsätze betrugen in 2017 3225 Stunden. Zu den Einsätzen kamen noch 37 geleistete Brandsicherheitsdienste wie zum Beispiel in der Stadthalle Kolpinghaus hinzu.
„Wir mussten uns mit weniger Großbränden beschäftigen“, machte der Stadtbrandinspektor deutlich und nannte ein paar Details. Bei einem Brandeinsatz in einem Wohnhaus konnten durch die frühzeitige Alarmierung mit Rauchmeldern zwei Menschenleben gerettet werden. Die Zahl der technischen Hilfeleistungen sei leicht angestiegen. Die Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen habe sich verbessert. Die Zahl der Fehlalarmierungen habe wieder leicht abgenommen. „Hier arbeiten wir eng mit den Objektbetreibern an der Ursachenermittlung und der künftigen Vermeidung.“
Die Anzahl der Mitglieder in den Einsatzabteilungen hat sich um 5 auf insgesamt 334 erhöht. Derzeit sind 40 Feuerwehrfrauen und 294 Feuerwehrmänner aktiv. „Angesichts teilweise schon dramatischer Mitgliederverluste in anderen Kommunen sind das stabile Zahlen in den vergangenen Jahren“, betonte Rübsam. Aus der Jugendfeuerwehr sind sechs Kameraden in die Einsatzabteilung übernommen worden. Die Alters- und Ehrenabteilung zählt 51 Kameraden.
Erfreulich ist die wachsende Mitgliederzahl von 131 Kameraden in der Altersgruppe der 17- bis 26-Jährigen und 109 Mitglieder zwischen 27 und 40 Jahren. „Somit sind mehr als 70 Prozent der Mitglieder unter 40 Jahren. Das ist im Hessenvergleich eine sehr gute Zahl“, verdeutlichte Rübsam. Der Altersdurchschnitt bei den Männern beträgt 35 Jahre, bei den Frauen 28 Jahre.
Die Feuerwehren forderten bei Lehrgängen auf Kreisebene 114 Ausbildungsplätze, 50 Plätze wurden zugeteilt und 54 Lehrgänge besucht. Die persönliche Ausrüstung der Feuerwehrleute wurde weiter verbessert. 17.000 Euro wurden in 21 Brandschutzanzüge investiert und 3000 Euro in 22 Jacken. Außerdem wurden ein Gasmessgerät, drei Rollcontainer für Schläuche, ein Dichtkissen und zwei Pressluftatmer gekauft.
Stellvertretende Stadtjugendfeuerwehrwartin Natalie Kremer gab den Jahresbericht der Jugendfeuerwehren ab. Sie ging auf die zahlreichen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr wie Wettbewerbe, Zeltlager, Fahrradturnier und den Stadtpokal ein. Zehn Kinder haben die Jugendflamme Stufe 1 erreicht, 13 Kinder die Jugendflamme Stufe II und vier Kinder die Stufe III. 18 Jugendliche habe die Leistungsspange bestanden.
Insgesamt stellen die Jugendfeuerwehren der Stadt Hünfeld die zweitgrößte Jugendfeuerwehr im Landkreis. Derzeit sind 144 Jugendliche in den Jugendfeuerwehren aktiv, davon sind 91 männlich und 53 weibliche. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es sieben Mitglieder weniger. In den 11 Jugendfeuerwehren sind im Durchschnitt 10 bis 15 Mitglieder. Die meisten Mitglieder sind zwischen 13 und 16 Jahren alt. „Bei den Zehn- bis Zwölfjährigen könnten es noch etwas mehr werden“, verdeutlichte Natalie Kremer. 617 Stunden wurden in die feuerwehrtechnische Ausbildung investiert, 588 Stunden in die allgemeine Jugendarbeit.
Die beiden Kinderfeuerwehren im Stadtgebiet sind am Wachsen. In Roßbach sind 22 Jungen und 10 Mädchen aktiv, in Mackenzell 11 Jungen und 7 Mädchen. „Das Thema Nachwuchsgewinnung kann nicht früh genug angegangen werden“, sagte Rübsam.
Bürgermeister Stefan Schwenk sprach den Feuerwehrkameraden großen Dank aus. „Sie sind da, wenn Sie gebraucht werden. Es ist ein beruhigendes Gefühl, dass es solche Menschen gibt und das ist auch ein Beispiel für gelebten Bürgersinn“, betonte Schwenk und fügte hinzu: „Wir werden auch in diesem Jahr wieder viel Geld in die Hand nehmen, mehr als 650.000 Euro für den laufenden Betrieb der Feuerwehren und haben darüber hinaus einige große Investitionen vor.“ In den Berichten sei deutlich geworden, dass die Feuerwehren insgesamt sehr gut aufgestellt seien.
Stellvertretend für alle anderen dankte er insbesondere Hubert Wildner, dem langjährigen Wehrführer der Stützpunktfeuerwehr. „Er hat hervorragende Arbeit geleistet, nicht nur feuerwehrfachlich, sondern auch dank seiner menschlichen Qualitäten. Ihm ist es mit zu verdanken, dass die Zusammenarbeit zwischen Stützpunktfeuerwehr und den Stadtteilfeuerwehren lautlos und kameradschaftlich funktioniert.“
Erster Stadtrat Stefan Schubert stellte sich in seiner neuen Funktion vor und machte deutlich, dass er sich in die Arbeit der Feuerwehr einbringen möchte. „Ihre aller Arbeit verdient höchsten Respekt und Anerkennung“, sagte Schubert. Grußworte sprachen außerdem Natascha Jansky vom DRK-Kreisverband Hünfeld, Alfons Werner von der Bundespolizei Hünfeld, Ulrich Scheithauer von der Polizeistation Hünfeld und Kreisbrandmeister Dirk Wächtersbach.

 

Ausgezeichnet (Infokasten):

Beförderungen:
Oberfeuerwehrmann: Lukas Göllmann (Malges)
Löschmeister: Andreas Göb (Molzbach), Fabian Wenzel (Roßbach)
Oberlöschmeister: Harald Wehner (Mackenzell), Mike Kaiser (Molzbach)
Hauptlöschmeister: Julian Hüfner (Mackenzell)
Brandmeister: Patrick Gerhardt (Stützpunkt)

Brandschutzehrenzeichen Silber (25 Jahre):
Sören Gutberlet (Großenbach), Matthias Vogt (Michelsrombach), Andre Och (Sargenzell), Thomas Quinkler (Kirchhasel), Alexander Traud (Molzbach), Thomas Knoth (Malges), Thorsten Krieg (Rückers)
Brandschutzehrenzeichen Gold (40 Jahre):
Helmut Kremer (Rudolphshan)
St.-Florians-Medaille (Silber):
Bernhard Stumpf (stellvertretender Stadtbrandinspektor)

10 Jahre aktiver Dienst:
Julian Richter, Manuel Schäfer (Großenbach), Lukas Hartmann, Jörg Limpert (Rudolphshan), Philipp Gerhardt (Malges), Thomas Binsack (Rückers), Andreas Schaum (Michelsrombach)
20 Jahre aktiver Dienst:
André Rübsam (Kirchhasel)
30 Jahre aktiver Dienst:
Markus Schiffhauer (Großenbach), Annette Becker (Michelsrombach), Peter Schmitt (Rudolphshan)
40 Jahre aktiver Dienst:
Winfried Gensler, Michael Mihm (Mackenzell), Helmut Kremer (Rudolphshan), Stefan Ebert (Rückers)

Goldenes Leistungsabzeichen:
Marcel Reith (Dammersbach), Lukas Göllmann, Marc Gerhardt (Malges)
Leistungsabzeichen Gold 5:
Madita Schäfer (Großenbach), Andreas Klüber (Sargenzell), Daniel Rübsam, Fabian Ruschke (Kirchhasel)
Leistungsabzeichen Gold 10:
Christoph Wiegand (Dammersbach), Uwe Bierent (Kirchhasel)

 

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