Navigation

Aktuelles aus Hünfeld

Preise und Kriterien für Stadtpanorama

Hünfeld. Die insgesamt 39 Bauplätze im Neubaugebiet Stadtpanorama sollen jetzt abschnittsweise in die Vermarktung gehen. Wie Bürgermeister Stefan Schwenk dazu mitteilt, haben Magistrat und Stadtverordnetenversammlung der Grundstückskaufpreisbildung und den Vergabekriterien zugestimmt, nach denen die Grundstücke vergeben werden sollen.

Die Preise betragen 116 Euro je Quadratmeter für die meisten voll erschlossenen Grundstücke, für einzelne Grundstücke in besonders attraktiver Lage werden 140 Euro aufgerufen. Da die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt, sollen die Bauplätze nach einem Punktesystem vergeben werden, auf das sich nach intensiven Beratungen alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung verständigt hatten. Außerdem soll die Vergabe der Grundstücke in zwei Chargen vorgenommen werden. Während bei der ersten Vergabe rund 60 Prozent der Grundstücke vermarktet werden sollen, ist für die verbleibenden 40 Prozent eine weitere Vergaberunde vorgesehen.

In intensiven Beratungen hatten sich die Fraktionen im Haupt- und Finanzausschuss auf ein detailliertes Punktesystem verständigt, nach dem die Grundstücke vergeben werden sollen. Nach diesen Vergabekriterien sollen insbesondere Hünfelder Bürger mit Hauptwohnsitz seit mindestens zwei Jahren in der Stadt oder ehemalige Hünfelder, die früher länger als zehn Jahre in der Stadt gewohnt haben und nun zurückkehren wollen, bei der Punktevergabe berücksichtigt werden. Gleiches gilt für die Haupterwerbstätigkeit in Hünfeld. Bewerber mit mindestens einem Kind unter 16 Jahren erhalten je Kind weitere Punkte, ebenso, wenn ein Familienmitglied eine dauerhafte körperliche Schwerbehinderung aufweist. Bevorzugt in der Punktevergabe werden weiterhin Grundstückserwerber, die ein Wohnhaus zur Eigennutzung errichten wollen und nicht bereits über Immobilien in der Stadt verfügen. Einen kleinen Bonus gibt es auch für die Mitgliedschaft in mindestens zwei Hünfelder Vereinen, was als starke Bindung an den Standort gesehen wird. Noch stärker gewichtet wird die ehrenamtliche aktive Mitarbeit im Katastrophenschutz, bei Feuerwehr, THW oder Rotem Kreuz.

Einen kleines Korrektiv soll auch dem Magistrat zugebilligt werden, wenn ein besonderes städtisches Interesse an der Bauplatzvergabe an einen bestimmten Bewerber besteht, beispielsweise wegen herausragender beruflicher, geschäftlicher oder ehrenamtlicher Tätigkeit. Solche detaillierten Vergabekriterien seien sinnvoll, betonte Bürgermeister Stefan Schwenk, da einerseits einheimische Bewerber einen Vorzug gegenüber auswärtigen Bewerbern genießen, aber auch das berufliche Engagement in Hünfeld, die Arbeit im Ehrenamt und besonders im Bereich des Katastrophenschutzes gewürdigt werden sollen.

Diese Vergabekriterien gelten allerdings nur für Baugebiete in der Hünfelder Kernstadt und finden auf die Bauplatzvergabe in den Hünfelder Stadtteilen keine Anwendung.

nach oben