Aktuelles aus Hünfeld

Fotorealismus und Verfremdung

Hünfeld. Eine außergewöhnliche Ausstellung des koreanischen Malers Yongtak Choi ist noch bis zum 27. Mai im Museum Modern Art in Hünfeld zu sehen. Der Maler, der unter anderem in Kassel Realismus studiert hat, kombiniert großformatige detailgetreue Malerei mit einer farbintensiven Tupftechnik, die an Impressionistische Maler erinnert.

Günter Liebau, Kurator der Ausstellung, lobte einerseits die außergewöhnliche Perfektion des malerischen Handwerks des Künstlers, die an Altmeister erinnert. Mit seinen Bildern baue er eine Beziehung zum Betrachter auf und lade ihn ein, sich in die verschiedenen Ebenen seiner Werke zu vertiefen. Chois Bilder schauten den Betrachter an und verführten dazu, dem Alltag zu entfliehen und in den Lichtstimmungen und Landschaften sowie Gesichter einzutauchen. Bilder hätten eine poetische Ausstrahlung.

Mit dieser Ausstellung eröffnete der Förderverein Museum Modern Art den diesjährigen Ausstellungsreigen, der im Frühjahr durch eine Ausstellung von Mitgliedern des Kunstvereins IDEA Fulda-Hünfeld in den Glockengasbehältern seine Fortsetzung finde, wie der Vorsitzende des Fördervereins Martin Ebert ankündigen konnte. Er freute sich, dass die Zahl der Mitglieder, die das Museum unterstützten, mittlerweile 100 überschritten habe. Viele Mitglieder brächten sich auch durch tatkräftige Hilfe bei der Vorbereitung solcher Ausstellungen und der Vernissage ein.

Bürgermeister Stefan Schwenk zeigte sich beeindruckt von den farbenfrohen Werken, die in diese triste Jahreszeit den Frühling brächten. Er dankte den Mitgliedern des Fördervereins und den Kunstfreunden, dass sie Verständnis für den Umzug von Teilen der Stadtverwaltung während des Rathausumbaues in Räume des Museums hätten. Der Ausstellungsbetrieb solle aber auch in dieser Zeit weitergehen.

Schwenk lud die Gäste ein, im Rahmen des Internationalen Frauentags am 6. März um 20 Uhr zu einer Lesung von Regine Kölpin.