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Aktuelles aus Hünfeld

Abschied mit Meisterfeier

 

50 Meisterbriefe konnten im Rahmen einer Feierstunde der Kreishandwerkerschaft an junge Meisterinnen und Meister in der Stadthalle Kolpinghaus überreicht werden. Dabei wurde auch der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dietmar Weidenbörner, offiziell in den Ruhestand verabschiedet

Kreishandwerksmeister Claus Gerhardt rief die jungen Absolventen der Meisterkurse dazu auf, ihren Titel mit Stolz zu tragen. Sie hätten nun alle Voraussetzungen, sich selbständig zu machen oder als Führungskräfte in ihren Betrieben tätig zu werden. Führen bedeute aber nicht Führen mit Zwang, sondern Leistung durch Führen ermöglichen. Auch Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke gratulierte den erfolgreichen Absolventen und dankte auch den Eltern, den Partnerinnen und Partnern sowie den Ausbildern in den Betrieben, die alle diesen Erfolg mit ermöglicht hätten. Mit launigen Worten ermunterte er die neuen Meister, ihr erworbenes Wissen auch an die nächste Generation weiter zu geben.

In internationalen Vergleichen werde immer wieder darauf verwiesen, dass Deutschland zu wenig Studierende habe. Bei diesen Berechnungen, so Landrat Bernd Woide in seinen Glückwunschworten, würden aber die Meister, die es in dieser Form nur in Deutschland gibt, stets vergessen. Die Qualifikationen der Meister seien sicherlich mit manchen Studiengängen vergleichbar, betonte der Landrat. Er warb dafür, dass die jungen Absolventen im Landkreis Fulda verblieben und mit dazu beitragen, die enorme Wirtschaftskraft der Region weiter zu stärken. Dies würde auch Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk freuen, wie er in seinen Glückwunschworten sagte. Der Meisterbrief sei ein Qualitätsversprechen, mit dem das Handwerk im Wettbewerb überzeuge könne. Viele Meister seien darüber hinaus noch bereit, über ihre beruflichen Herausforderungen auch im Ehrenamt zu wirken. Die Qualifikationen und Qualitäten von Handwerksmeistern seien sicher auch in kommunalpolitischen Gremien von Vorteil. Glückwünsche erhielten die 50 Jungmeisterinnen und –meister auch durch den Vizepräsidenten der Handwerkskammer Kassel, Johannes Schwarz, der den Meisterbrief als ein Gütesiegel bezeichnete. Er warb für Selbständigkeit. Gerade in einer Situation, in der in vielen Betrieben die Nachfolgefrage nicht geklärt sei, brächten diese jungen Menschen alle Voraussetzungen mit, erfolgreich ein Unternehmen zu führen. Einen besonderen Akzent wurde durch die Vorführung eines Films über die Weltmeisterschaften im Handwerk in diesem Jahr in Abu Dhabi gesetzt. Daran nahmen auch Handwerker aus der Region teil. Zu ihren gehörte der Maler und Lackierer Patrick Röder aus Künzell und der Karosseriebauer Mirco Betz aus Magdlos. Geehrt wurden auch die besten Absolventen der Gesellenprüfungen. Kreishandwerksmeister Claus Gerhardt und Dietmar Weidenbörner zeigten sich stolz, dass Absolventen aus dem Bereich der Kreishandwerkerschaft Fulda stets zu den besten in Hessen gehörten.

In launigen Worten verabschiedete Kreishandwerksmeister Claus Gerhardt den Geschäftsführer Dietmar Weidenbörner, der 40 Jahre für die Kreishandwerkerschaft tätig war. Durch seine offene Art sei er bei allen sehr geschätzt gewesen, sagte Gerhardt. Dietmar Weidenbörner habe stets mit Leidenschaft für das Handwerk gekämpft und sich darüber hinaus auch ehrenamtlich engagiert, beispielsweise als Schöffe am Sozialgericht, als Schiedsrichter, als Stadtverordnetenvorsteher in Hünfeld und bei der Fastnacht. Diese Würdigung bekräftigte auch der Kammervizepräsident Johannes Schwarz, der Weidenbörner für seinen Einsatz für das Handwerk würdigt. Ein besonderes Abschiedsgeschenk hatte sich die Lehrbauhalle in Fulda einfallen lassen. Sie baute für den Steinbacher und Wahl-Hünfelder eine überdimensionale „Gaalbern“.

 



50 Meisterbriefe konnten übergeben werden:
Elektrotechnik: Karl-Josef Zweier (Buttlar)
Fliesenleger: Lukas Desch (Linsengericht), Maurice Eckstein (Fulda)
Friseure: Tanja Jacobi (Hofbieber), Julia Morlan (Fulda), Silke Zenner-Stanzel (Kalbach)
Installateur und Heizungsbauer: Andreas Ebert (Fulda), Christopher Gärtner (Eiterfeld), David Hohmann (Künzell), Alexander Roth (Hünfeld), Marius Wald (Petersberg)
Kraftfahrzeugtechniker: Andreas Benke (Hünfeld), Nino Bönisch (Ebersburg-Ried), Manuel Bormann (Petersberg), Kevin Euler (Birstein), Mirko Falz (Lautertal), Florian Gerhard (Motzlar), Philipp Görk (Hünfeld), Arton Guri (Fulda), Tino Habersack (Hasselroth), Viktor Hildebrandt (Fulda), Daniel Höhl (Poppenhausen), Florian Hohmann (Eiterfeld), Tobias Hönig (Künzell), Robert Jauck (Gelnhausen), Adalbert Kirsch (Grünberg), Alexander Kirschmann (Fulda), Max Klaas (Herbstein), Sven Kress (Flieden), Tobias Krömmelbein (Lauterbach), Alexander Merth (Birstein), Manuel Oppermann (Linsengericht), Peter Ruban (Wächtersbach), Waldemar Ruhl (Bad Soden), Frederik Spies (Eiterfeld), Nico Ulrich (Sinntal), Marin Veber (Hünfeld)
Maler: Valentino Jost (Eiterfeld), Matthias Marschall (Hünfeld), Oliver Rothe (Petersberg)
Metallbauer: Adam Gilbert-Handwerk (Reulbach), Felix Kremer (Poppenhausen), Martin Streber (Rasdorf)
Tischler: Patrick Ebert (Petersberg), Max Keller (Großenlüder), Daniel Quanz (Eiterfeld), Tobias Fey (Ehrenberg), Michael Weisbeck (Großenlüder)
Uhrmacher: Lydia Littau (Rheinfelden), Nico Landefeld (Petersberg)

 

 

 

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