Aktuelles aus Hünfeld

Neue Stellen bei der HZD

Hünfeld. Die Außenstelle Hünfeld der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung wird weiter ausgebaut. Dies kündigte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer in einem Gespräch mit Bürgermeister Stefan Schwenk in der Außenstelle an. Schwenk sieht darin eine weitere Stärkung Hünfelds als das digitale Kompetenzzentrum für die Hessische Justiz.

Kurzfristig soll es 20 zusätzliche Stellen geben. 15 davon sind bereits besetzt, fünf weitere sind für den Haushalt 2018 vorgesehen. Da der elektronische Rechtsverkehr zwischen Staatsanwaltschaften und Gerichten nach der Bund-Länder-Vereinbarung ab 2022 greifen soll, sieht Dr. Schäfer gute Perspektiven für einen weiteren Ausbau der Zahl der Mitarbeiter. Gleiches gelte für das Thema „elektronische Fußfessel“, bei dem Hünfeld für den technischen Support bundesweit tätig werde. Diese Fußfessel habe sich entgegen anfänglicher Skepsis bei der Strafverfolgung, aber auch zunehmend bei der Strafverhütung, sehr bewährt. Bei diesem Thema sei mittelfristig ebenfalls ein weiterer Ausbau zu erwarten, kündigte der Finanzminister bei seinem Besuch in Hünfeld an. Als Bevollmächtigter für e-government und Informationstechnologie des Landes ist der Finanzminister für die digitale Verwaltungsmodernisierung in Hessen zuständig. „Mehr Personal für die HZD in Hünfeld – mit Ihrer Hilfe modernisieren wir weiter die Verwaltung, dadurch stärken wir aber zugleich den ländlichen Raum“, betonte der Minister. Die Stellenausweitung sei ein klares Bekenntnis zum Standort Hünfeld. Bürgermeister Stefan Schwenk betonte im Rahmen eines Pressegesprächs, dass die Digitalisierung viele Chancen biete, hochqualifizierte Arbeitsplätze im ländlichen Raum anzusiedeln, wie dies die HZD in Hünfeld erfolgreich praktiziere. Auch Wahlkreisabgeordneter Dr. Walter Arnold, der, wie seine Wahlkreisabgeordneten, zu diesem Gespräch in Hünfeld eingeladen war, lenkte den Blick auf die Potenziale in der Region. Gerade durch die Erweiterung der Fachhochschule Fulda und ihren IT-Bereich gelinge es hier, qualifiziertes Personal zu finden und an die Region zu binden, betonte der ehemalige Finanzstaatssekretär.

An dem Gespräch nahmen auch der Chef der HZD in Wiesbaden, Joachim Kaiser, und der Leiter der Niederlassung Hünfeld, Hans-Georg Erhardt-Gerst, teil. die HZD verfügt insgesamt in Hessen mittlerweile über 800 Mitarbeiter, davon sind derzeit 112 in Hünfeld tätig, allerdings mit steigender Tendenz. IT-Fachleute seien hessenweit im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung sehr begehrt. Die HZD bietet die Chance, solche hochqualifizierten Mitarbeiter in der Region zu finden, die Osthessen nicht verlassen wollten.