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Aktuelles aus Hünfeld

Feuerwehren probten den Ernstfall

Hünfeld. Rauch dringt aus einem Wohnbereich des Mediana St. Ulrich in Hünfeld. Ein Mann steht am Fenster und ruft „Hilfe“. Schon kommen die ersten Feuerwehrautos angefahren.
Was erschreckend echt aussieht, ist zum Glück nur eine Übung. Denn die Herbstübungen der Feuerwehren im Bezirk IV (Hessisches Kegelspiel) des Landkreises Fulda haben gerade stattgefunden. Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Hünfeld und der Gemeinden Burghaun, Eiterfeld, Nüsttal und Rasdorf sowie Helfer des DRK-Kreisverbandes Hünfeld wurden zu insgesamt neun unterschiedlichen Einsatzübungen gerufen.
Im Mediana St. Ulrich ist schnell ein Großaufgebot der Feuerwehren der Stadt Hünfeld vor Ort. Mit dabei sind die Wehren aus Kirchhasel, Malges, Großenbach, Roßbach und Hünfeld sowie der DRK-Rettungsdienst.
Die Gefahrenlage ist schnell ermittelt: In der Küche im Wohnbereich im Obergeschoss ist ein Brand ausgebrochen. Sieben Bewohner sind noch im Wohnbereich. Das Personal ist bereits mit der Räumung des betroffenen Bereiches beschäftigt.
Wie bei einem echten Brand ist auch jetzt der Wohnbereich komplett verraucht – bei der Übung mittels eines Nebelgerätes. Und auch die Hilferufe, die aus dem Wohnbereich dringen, klingen täuschend echt. Dafür gibt es beim DRK extra eine sogenannte Mimengruppe, die sich vorab als Verletzte geschminkt und verkleidet hat.
Mit Atemschutzgeräten gehen die Feuerwehrkameraden in das Gebäude, löschen den Brand und retten die vermissten Personen. Die Übungsziele wurden vorab formuliert: Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Mediana stand im Fokus, das Erkennen der Gefahrenschwerpunkte, der Atemschutzeinsatz, die Einsatzabschnittsbildung (zum Beispiel Menschenrettung, Brandbekämpfung, Wasserversorgung), die Einbindung des Rettungsdienstes und die korrekte Nutzung des Digitalfunks.
Außerdem wurden die Feuerwehren aus Hünfeld, Mackenzell, Molzbach, Dammersbach, Sargenzell, Rückers, Rudolphshan und Michelsrombach während der Herbstübungen zu einem großen Waldbrand in die Praforst gerufen.
Die Übungen wurden vorab von verschiedenen Teams ausgearbeitet und von jeweils vier Übungsbeobachtern genau unter die Lupe genommen. Nach der Übung gab es für die Feuerwehrkameraden eine Besprechung. Eine Nachbesprechung aller Übungen im Bezirk IV fand bei der Feuerwehr in Hofaschenbach statt.

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