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Aktuelles aus Hünfeld

Harmonisches Gaalbernfest ging zu Ende

Hünfeld. Auch ein „kleiner Wolkenbruch“ am Freitagabend hat den Hünfeldern beim 18. Gaalbernfest das Feiern in der guten Stube, dem Stiftsbezirk, nicht vermiest. Bis tief in die Nacht genossen am Wochenende viele tausend Gäste gute Musik, Wein, kulinarische Spezialitäten und gute Stimmung.

Frei nach dem Werbeslogan eines bekannten Radiosenders „Life, umsonst und draußen“ (dank der Sponsoren) sorgten bereits am Freitagabend die Speedballs und Line Up für gute Stimmung. Mit hoher musikalischer Professionalität und gutem Gespür fürs Publikum verstanden es die Gypsys aus Frankfurt, am Samstagabend in Stimmung zu bringen. Vor der Bühne und in der Stiftstraße schwangen die Gäste das Tanzbein.

Sonntag dehnte sich das Gaalbernfestgeschehen auf die gesamte Innenstadt aus. Dort präsentierte der Motorclub Hünfeld im ADAC mehr als 70 Oldtimer und Youngtimer in bestens restauriertem Zustand. Nicht nur die historischen Schätze wie ein DeLorean, ein gepflegter Hudson aus der Zeit Anfang der 50-er Jahre, und ein MG Roadstar zogen Gäste an, auch der legendäre 190 SL war von den Besuchern umlagert. Einige Schätze offenbarten sich erst auf den zweiten Blick. So standen am Rathausbrunnen gleich mehrere Heinkel-Roller im besten Zustand sowie seltene Zeitaktmotorräder von Yamaha aus der Zeit Anfang der 70-er Jahre. Die Besitzer der liebevoll restaurierten Schätzchen standen den Besuchern für Informationen rund um die Fahrzeuge zur Verfügung. So ergab sich manches Gespräch aus der Erinnerung an das erste Auto in den 60-er und 70-er Jahren, als Autos wie der NSU Prince, B- und C-Kadetten oder Brezel-Käfer noch die Straßen bevölkerten. Rund um das Rathaus waren 71 Oldtimer und Youngtimer platziert. Es war die 14. Präsentation des Motorclubs Hünfeld. „Wir sind sehr zufrieden mit der Ausstellung und der Resonanz“, freut sich Oswald Siegel vom Motorclub. Die besten Fahrzeuge wurden vom Motorclub prämiert. Bei den Autos bis 1955 gewann ein VW Käfer, bei den Autos bis 1970 ein Goggomobil, und bei den Autos bis 1987 ein Ford Mustang. Der älteste Teilnehmer war Werner Röder aus Künzell (Jahrgang 1929). Die weiteste Anreise hatte Heinz-Dieter Reith aus Langenselbold. Das älteste Fahrzeug war ein MG TC (Baujahr 1946) von Helmut Schmidt aus Langenschwarz.

Auf dem Anger war ein wahres Kinderparadies aufgebaut. Für die jüngsten Besucher gab es ein Piratenschiff, eine Hüpfburg, eine Rollenrutsche und auch das Kinderschminken durfte nicht fehlen. Geschminkt als Schmetterlinge, Zauberfeen und Tiger liefen die Kleinsten über das Gaalbernfest. Die Kinderfeuerwehr Roßbach zeigte ihr Können und probte spielerisch unter der Leitung von Johannes Ritz den Ernstfall. Ganz in seinen Bann zog Clown Ichmael (Michael Rogalla aus Pohlheim) die Kinder. Mit seiner erfrischenden Show begeisterte er die Zuschauer und animierte zum Mitmachen.

Wem nach einer reich gedeckten Kaffeetafel der Sinn stand, konnte sich in das evangelische Gemeindehaus zurückziehen, und Elmar Zuspann mit seinem Team von Zuspann á la carte sowie der Lühn Schlemmer & Party-Service verwöhnten die Gäste mit allerlei Spezialitäten aus der Region. Weine gab’s vom Rhein, aus dem Frankenland und dem kleinsten deutschen Anbaugebiet, der Bergstraße. Karl Kulik, als Winzer den Hünfeldern spätestens seit dem Hessentag bekannt, feierte am Wochenende seinen 77. Geburtstag und hatte schon zur Eröffnung des Gaalbernfestes Weinkönigin Nina II und Prinzessin Lara mitgebracht. Nina II, deren Amtszeit dem Ende entgegengeht, bekannte, dass sie ein Fan des Gaalbernfestes sei. Ihre Amtsvorgängerinnen hätten ihr bereits auf den Weg mitgegeben, dass sie nicht traurig sein müsse, wenn jetzt ihre Amtszeit zu Ende gehe, es erwarte sie ja noch das Hünfelder Gaalbernfest.

Auch für Bürgermeister Stefan Schwenk spielt das Gaalbernfest eine besondere Rolle, wie er anlässlich der Eröffnung bekannte. Dieses Fest ging hervor aus dem Weindorf beim Hessentag. Damals habe er mit seiner Frau als Zugezogener in der Region Hünfeld kennen und lieben gelernt, ohne jedoch zu wissen, einmal selbst auf dieser Bühne als Bürgermeister zu stehen. Wie es beim Gaalbernfest Tradition ist, gab es auch Gäste aus den Partnerstädten. Diesmal war eine Delegation aus Steinberg im Vogtland angereist. Neben dem Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins, Thomas Brettschneider, gehörte dazu auch der ehemalige Bürgermeister Bernd Roßberg. Brettschneider, der aus einer Biergemeinde kommt, Wernesgrün gehört zu Steinberg, durfte auf der Bühne gleich zeigen, dass er auch ein Weinfass anzustechen versteht. Dies tat er gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Schwenk und Frank Steinacker, dessen Unternehmen neben der VR-Bank NordRhön, den Stadtwerken, der Firma Förstina, Höfer Werbung, Mode Vogt, Möbel Wirth, der 2Rad Galerie, Deisenroth & Söhne, Firma Kropp, August Bock & Sohn und dem Kinderparadies zu den Sponsoren des Festes gehört. Nur dank dieser Unterstützer sei es möglich, sagte der Bürgermeister, ein so aufwendiges Musikprogramm bei freiem Eintritt anbieten zu können.

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