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Aktuelles aus Hünfeld

Anti-Terror-Einheit in Dienst gestellt

Hünfeld. Vor 25 Jahren war der Standort Hünfeld der Bundespolizei bereits aufgelöst, jetzt wächst er beständig weiter. Nach dem Konzept des Bundesinnenministeriums soll nicht nur eine weitere Hundertschaft in Hünfeld angesiedelt werden, in der vergangenen Woche konnte auch die neue Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit BFE+ mit 50 hochqualifizierten Beamten offiziell in den Dienst gestellt werden.

Vor zahlreichen Gästen aus Politik und benachbarten Behörden, darunter Bürgermeister Stefan Schwenk, Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt, Amtsgerichtsdirektor Dr. Philipp Gescher, JVA-Anstaltsleiter Lars Streiberger, Erster Stadtrat Theo Flügel und Stadtverordnetenvorsteher Berthold Quell konnte im Rahmen einer Feierstunde Polizeipräsident Friedrich Eichele von der Bundespolizeidirektion Fuldatal die rund 50 Mann starke Sondereinheit offiziell in den Dienst stellen. Damit sei in Rekordzeit die Ankündigung von Bundesinnenminister Lothar de Maiziére nach dem Attentat auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo in die Tat umgesetzt worden, für schwierige Einsatzlagen zusätzliche Bundespolizeieinheiten mit besonderem Auftrag in den Dienst zu stellen. Sie stellen das Bindeglied zwischen der Bereitschaftspolizei des Bundes und der Länder und der Eliteeinheit GSG 9 dar. Insgesamt gibt es fünf Einheiten dieser Art bundesweit, die sehr schnell bei schwierigen Gefahrenlagen, beispielsweise bei terroristischen Anschlägen zum Einsatz kommen sollen. Polizeipräsident Eichele betonte, dass damit eine Lücke zwischen den polizeilichen Fähigkeiten der Bereitschaftspolizei und der Einheit GSG 9 geschlossen worden sei. Er sei dem Innenminister dankbar, dass nahezu alle Vorstellungen der Polizei bei der Umsetzung dieses Konzeptes Berücksichtigung gefunden hätten.

Den Beamten, die sich freiwillig für diese neue Spezialeinheit gemeldet und in Lehrgängen, unter anderem bei der GSG 9, weiter gebildet haben, sprach der Polizeipräsident ein großes Kompliment aus, dass sie sich dieser Herausforderung bei Bedrohungslagen stellen wollten. Damit werde ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte der Bundespolizei aufgeschlagen. Ihre erste Bewährungsprobe hätten die neuen Einheiten bereits beim G 20-Gipfel in Hamburg bestanden. Die Hünfelder Einheit habe sich dabei ebenso einen guten Ruf erworben, wie der Hünfelder Standort insgesamt. Abteilungsführer Werner Friedrich sieht die Bundespolizei für kommende Bedrohungslagen damit noch besser als bislang gerüstet. Er dankte der zentralen Fortbildungsstelle der Bundespolizei und der GSG 9, die die Beamten auf diese neuen Aufgaben vorbereitet hätten. Dass es in der kurzen Zeit der Vorbereitung gelungen sei, bundesweit insgesamt fünf Sondereinheiten dieser Art in den Dienst zu stellen, sei auch der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken. Anerkennung sprach er aber auch seinen Beamten aus, die für diesen besonderen Dienst sicher auch manche Einschränkung im privaten Bereich hinnehmen müssten. An der Ausbildung war auch die Einheit GSG 9 beteiligt, für die Robert Hemmerling als Ausbildungsleiter den Beamten versicherte, dass diese ihn bei den Speziallehrgängen überzeugt hätten. Die BFE+ könne künftig bei extremen Bedrohungslagen einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Jeder Beamte sei sich der besonderen Verantwortung dabei bewusst. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das Konzept dieser Gliederung in der Polizeiarbeit auch für andere Polizeieinheiten zum Vorbild werden könne.

 

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