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Aktuelles aus Hünfeld

Feuerwehr feiert Jubiläum

 

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Mit einem viertägigen Fest vom 18. bis 21. August begeht die Freiwillige Feuerwehr aus Mackenzell ihr 90-jähriges Bestehen. Weiterhin wird auch das 40-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr gefeiert.

Zum Auftakt finden am Freitag Wettkämpfe der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Hünfeld statt. Abends gibt es Partymusik aus den vergangenen vier Jahrzehnten. Am Samstag treffen sich die Feuerwehren zu einer Orientierungsfahrt, um auf einem Rundkurs den Wissens- und Ausbildungsstand zu messen. Die Alters- und Ehrenabteilung der Hünfelder Feuerwehren trifft sich zu einem kleinen Ausflug. Abends sollen dann verdiente Mitglieder im Rahmen des Festkommers geehrt werden, und Sonntag gibt es einen Festgottesdienst zu ehren des Heiligen Florian um 10.15 Uhr in der Mackenzeller Kirche. Anschließend soll mit einer Kranzniederlegung den gefallenen und gestorbenen Feuerwehrangehörigen gedacht werden.

Die Jugendfeuerwehren tragen am Sonntag ihren Stadtpokal aus. Anschließend gibt es feuerwehrtechnische Vorführungen, bei denen sich die Bürger über den Leistungsstand der Feuerwehren informieren können. Das viertägige Fest klingt aus mit einem Festbierabend am Montag mit den „Hüttenvagabunden“.

 

Die Mackenzeller Feuerwehr ist zwar erst 1927 gegründet worden, vorher gab es allerdings bereits eine Pflichtfeuerwehr, in der alle gesunden Männer des Dorfes antreten mussten. Seit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr wird dieser Dienst allerdings von Ehrenamtlichen freiwillig getan. Die Feuerwehr hatte schnell sehr viel Zulauf und gründete 1935 auch eine Feuerwehrkapelle. Im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung wurde die Feuerwehr als unabhängiger Verein aufgelöst und zur „Feuerpolizei“ umgewandelt. Am heutigen Kirmesplatz entstand das Spritzenhaus, das auch über einen Turm zum Trocknen der Schläuche verfügte.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges musste die Mackenzeller Feuerwehr trotz der Abwesenheit zahlreicher Mitglieder, die als Soldaten noch kämpften oder in Gefangenschaft geraten waren, ihren längsten und schwersten Einsatz bewältigen. Ostern 1945 wurde Mackenzell durch anrückende US-Streitkräfte beschossen, weil versprengte Truppen noch Widerstand gegen die alliierten Streitkräfte geleistet hatten. Die historische Barockkirche und weitere 20 Gehöfte, Häuser und Scheunen, brannten nieder oder wurden erheblich beschädigt. Bei diesem Einsatz verloren auch zwei Feuerwehrleute ihr Leben.

Schon kurz nach dem Krieg wurde die Feuerwehr als Freiwilligenorganisation wiedergegründet und bewies immer wieder ihre Einsatzfähigkeit. Nachdem das Spritzenhaus am Kirmesplatz zu klein geworden war, zog die Wehr zunächst in eine große Garage auf dem Raiffeisengelände um, bevor dann 1983 der Grundstein für das neue Feuerwehrgerätehaus am Sportplatz gelegt werden konnte. Die Feuerwehrleute halfen tatkräftig mit Eigenleistungen mit. Schon früh legten die Mackenzeller neben einer guten Aus- und Weiterbildung der aktiven Einsatzkräfte auch viel Wert auf die Jugendarbeit. Eine erste Jugendgruppe mit Kindern und Jugendlichen aus Mackenzell und Molzbach konnte bereits 1976 gegründet werden. 2008 kam mit der Junior-Feuerwehr eine weitere Jugendabteilung hinzu. Dort können Kinder bereits ab dem 6. Lebensjahr die Feuerwehr spielerisch kennenlernen. Heute präsentiert sich die Feuerwehr mit 35 Frauen und Männern in der Einsatzabteilung, die Jugendfeuerwehr verfügt über 15 Mitglieder und die Kinderfeuerwehr zählt 18 Kinder.

 

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