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Aktuelles aus Hünfeld

Prägender Verein für das Dorf

Hünfeld-Dammersbach. Als einen „prägenden Verein für das örtliche Gemeinschaftsleben“ würdigte Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk die SG Dammersbach / Nüst, die mit einem festlichen Kommers ihr 50-jähriges Bestehen feiern konnte. Auch Landrat Bernd Woide sprach von einer festen Größe im sportlichen und gesellschaftlichen Leben.

Eine besondere Ehrung wurde dem langjährigen Vorsitzenden des Vereins, Peter Kalb, zuteil. Bürgermeister Stefan Schwenk konnte ihm gemeinsam mit Landrat Bernd Woide den Ehrenbrief des Landes Hessen verleihen. Kalb habe den Verein mit großer Umsicht nicht nur 12 Jahre lang selbst geführt, sondern sei bereits seit Jahrzehnten für den Verein aktiv. Für dieses außerordentliche Engagement solle der Ehrenbrief ein kleines formelles Dankeschön sein, betonte der Bürgermeister. Schwenk bescheinigte dem Vorsitzenden Geduld und Weitsicht, aber auch die Fähigkeit zum Gestalten und Vorangehen. Einen Blick in die Geschichte des Vereins warf Karl Sauerbier, der berichten konnte, dass das sportliche Leben im Dorf schon viel früher begann. 1906 wurde ein Radfahrverein gegründet, der 1930 in den neu gegründeten Sportverein Rot-Weiß Dammersbach als katholische DJK-Organistion aufging. Dieser christlich geprägte Verein wurde durch die Nationalsozialisten gleichgeschaltet, doch schon 1945 wurde in Dammersbach wieder Fußball gespielt. Der Spielbetrieb konnte bis 1955 aufrechterhalten werden. 1957 musste dieser Verein allerdings dann seine Tätigkeit aufgeben Um den Fußballbegeisterten in Dammersbach und Nüst eine neue sportliche Heimat zu geben, kam es 1967 zur Neugründung, nachdem Kreisfußballwart Adolf Böhning in Dammersbach und Nüst jeweils Versammlungen abgehalten hatte. Sehr schnell entwickelte sich in Nüst auch eine Gymnastikabteilung, die 1969 ihren Betrieb aufnahm. 1977 folgte die Gymnastikabteilung in Dammersbach. Gespielt wurde in dem in Fußballerkreisen gefürchteten „Dammersbacher Waldstadion“, das von Spielern auch als Wurzelstadion bezeichnet worden war. Deshalb bemühte sich der Verein um ein neues Sportgelände mit Sportlerheim, das 1979 mit großer Eigenleistung der Mitglieder fertiggestellt wurde. Im selben Jahr wurde auch eine Fastnachtsabteilung und eine Mädchentanzgruppe gegründet. 1990 kam eine Laufabteilung hinzu, die in diesem Jahr bereits den 19. Lauf zum Rhönsupercup ausgerichtet hat. In der Jugendabteilung ging die SG Dammersbach früh den Weg der Zusammenarbeit mit anderen Vereinen. So seien die Dammersbacher und Nüster Jugendfußballer bereits seit 1990 in einer Spielgemeinschaft zunächst mit Nüsttal und heute auch mit Hofbieber aktiv.

Grußworte sprachen auch Ernst Böhle für den Hessischen Fußballverband und Werner Scheffler vom Kreisfußballausschuss, die beide seit vielen Jahren das sportliche Leben in Dammersbach begleiten. Scheffler erinnerte daran, dass er Dammersbach als Spieler, als Schiedsrichter, als Jugendwart und jetzt als Klassenleiter kennengelernt habe. Er überreichte einen Ball, der „immer das gegnerische Tor“ treffen solle. Auch Sportkreisvorsitzender Hein-Peter Möller berichtete von seinen Erinnerungen an das für ihn legendäre „Wald- und Wurzelstadion“ in Dammersbach, in dem manche Schlachten geschlagen worden seien. Ortsvorsther Siegfried Bug hatte seine sportliche Karriere ebenfalls bei der SG Dammersbach / Nüst begonnen. Als Kleinster in der Jugendmannschaft musste er ins Tor und kassierte beim ersten Spiel in Großenbach bereits neun Gegentreffer, weil er ganz einfach zu klein gewesen sei und der Gegner über ihn hinweggeschossen habe.

 

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