Navigation

Aktuelles aus Hünfeld

Römisches "Kleingeld"

Hünfeld. Jürgen Schneider traute seinen Augen kaum, als er mit geschultem Blick in einer Ackerscholle zwischen Neuwirtshaus und dem Stallberg eine Münze aus römischer Zeit entdeckte. Der Abteilungsleiter Vor- und Frühgeschichte des Hünfelder Konrad-Zuse-Museums meldete den Fund sofort an den Kreisarchäologen Dr. Frank Verse, der das Stück nach wissenschaftlicher Auswertung nun dem Hünfelder Museum zur dauerhaften Präsentation übergeben konnte. In Anwesenheit von Ute Schneider, der Museumsleiterin, und Karl Sauerbier, dem Geschäftsführer, fand die Übergabe der Münze statt, die zwischen 270 und 275 n. Chr. geprägt worden war. Die Münze stammt aus der Amtszeit des römischen Kaisers Luzius Domitius Aurelianus, dem es im zerfallenen römischen Weltreich gelungen war, Teile des Imperium Galliarum, des heutigen Frankreichs, wieder an das Römische Reich anzugliedern. Von besonderer Bedeutung ist diese Münze aus Sicht des Kreisarchäologen Dr. Verse besonders deshalb, weil die Region reich an Funden aus germanischer und keltischer Zeit ist, allerdings bisher nur wenig Funde aus der Zeit nach Christi Geburt gesichert werden konnten. Die unscheinbare kleine Silbermünze aus einer Silber- und Kupferlegierung soll künftig in der vor- und frühgeschichtlichen Abteilung des Museums ausgestellt werden

nach oben