Aktuelles aus Hünfeld

Bühne barrierefrei

Hünfeld. Die 1987 erbaute Stadthalle Kolpinghaus in Hünfeld war schon bislang bar-rierefrei, mit einer Ausnahme. Der Bühnenbereich war für Mobilitätseingeschränkte oder Rollstuhlfahrer bislang vom Saal aus nicht zugänglich.

Deshalb hat der Magistrat der Stadt Hünfeld in Abstimmung mit dem Kolpinghaus-verein im Orchestergraben einen versenkbaren Lift installiert, über den Rollstuhlfahrer die Bühne, beispielsweise bei Schulabschlussfeiern oder anderen Anlässen, weit-gehend selbständig erreichen können.

Wie der zuständige Sachbearbeiter Michael Jordan gegenüber Bürgermeister Schwenk und dem Vorsitzenden des Kolpinghausvereins, Josef Herbst, erläuterte, ist der Scherenlift im Orchestergraben des Saalbereichs eingebaut. Dadurch verringert sich der selten genutzte Orchestergraben in der Breite um rund 1,2 Meter. Das Podest des Lifts ist mit Parkett ausgelegt und gleicht sich dem Muster des Hallenbodens nahtlos an. Erst wenn die beiden Geländer eingesteckt sind, wird der Lift sichtbar. Fährt ein Rollstuhlfahrer dann auf diesen Lift, kann er sich mit einer einfachen Vor-richtung nach oben befördern und eben auf die Bühne fahren. Genutzt werden soll der Lift nicht nur für die Barrierefreiheit, sondern auch als Lastenlift, wenn es bei-spielsweise gilt, schwere Podestelemente, Bühnenausstattungen oder Musikanlagen aus dem Saal auf die Bühne zu befördern. Die Kosten beliefen sich auf rund 23.000 Euro. Für Bürgermeister Stefan Schwenk und den Vorsitzende des Hausvereins, Josef Herbst, war es wichtig, dass Behinderte nicht „nur durch einen Hintereingang“ auf die Bühne gelangen können, sondern zeitgleich mit anderen, die die Treppe benutzen. Damit sei die Stadthalle Kolpinghaus endlich auch nachheutigen Maßstäben in vollem Umfang barrierefrei, betonte der Bürgermeister abschließend.